Sachsen, Sachsen-Anhalt

Ostdeutschland verliert ohne Zuwanderung viele ArbeitskrÀfte

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 11:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Droht ein Teufelskreis? Warum Ostdeutschland ohne Zuwanderung viele ArbeitskrÀfte verliert - und welche Berufe besonders betroffen sind.

Ohne Zuwanderung schrumpft die erwerbsfÀhige Bevölkerung im Osten. (Symbolbild) - Bild: Heiko Rebsch/dpa
Ohne Zuwanderung schrumpft die erwerbsfÀhige Bevölkerung im Osten. (Symbolbild) - Bild: Heiko Rebsch/dpa

Ohne Zuwanderung wird die erwerbsfĂ€hige Bevölkerung in den ostdeutschen BundeslĂ€ndern erheblich schrumpfen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat berechnet, dass bis 2045 mehr als ein FĂŒnftel oder 22,4 Prozent der potenziellen ArbeitskrĂ€fte verloren gehen wĂŒrden. Deutschlandweit liegt der Wert bei 17,4 Prozent. Als erwerbsfĂ€hig gelten Menschen im Alter von 15 bis 66 Jahren.

Aktuell leben im Osten laut IW rund 7,7 Millionen Menschen im erwerbsfĂ€higen Alter. Diese Zahl wĂŒrde ohne Zuwanderung auf rund 6 Millionen sinken, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut mit. Besonders stark betroffen wĂ€ren Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. 

Pflege, Handwerk, Ärzte - wer besonders fehlen wĂŒrde

«Fehlen einer Region massenhaft ArbeitskrĂ€fte, kann die Wirtschaft die Versorgung der Bevölkerung nicht mehr leisten», erlĂ€uterten die Wirtschaftsforscher. SpĂŒrbar werde das in Berufen, die sich nur schwer automatisieren lassen - etwa PflegekrĂ€fte, Friseure, Handwerker oder Ärzte.

Der demografische Worst Case wĂ€re es, wenn durch eine sinkende AttraktivitĂ€t der ostdeutschen BundeslĂ€nder eine neue Abwanderungswelle wie in den 1990er Jahren einsetzen wĂŒrde, so das IW: «Dabei droht ein Teufelskreis aus weniger ArbeitskrĂ€ften, weniger Wirtschaftskraft, geringerer AttraktivitĂ€t fĂŒr jĂŒngere Menschen und noch mehr WegzĂŒgen.»

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