Pachtpreise, AgrarflÀchen

Pachtpreise fĂŒr AgrarflĂ€chen: 37 Prozent der Landwirte bieten nicht mehr mit

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 10:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Befragung zeigt: Pachtkosten schrÀnken viele Höfe ein, wÀhrend bei rund 60 Prozent die Grundrente unter den Pachtaufwendungen liegt.

Hohe Agrarpachten bremsen FlÀchenwachstum und belasten Betriebe
Weites, goldenes Getreidefeld unter einem bewölkten Herbsthimmel, das die wirtschaftliche Belastung landwirtschaftlicher FlÀchen symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Die anhaltend hohen Pachtpreise fĂŒr landwirtschaftliche NutzflĂ€chen belasten die Entwicklung zahlreicher Agrarbetriebe erheblich. Viele Betriebe ziehen sich infolge des Kostendrucks aus dem Wettbewerb um zusĂ€tzliche FlĂ€chen zurĂŒck oder schrĂ€nken ihren FlĂ€chenbestand sogar aktiv ein. Das verdeutlicht eine nicht reprĂ€sentative Umfrage des Fachmediums agrarheute unter 866 Leserinnen und Lesern, ĂŒber die agrarheute.com in einem Bericht vom 4.10.2026 berichtet hat.

Demnach gaben 37 % der teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirte an, bei den gegenwĂ€rtigen Pachtpreisen nicht mehr um zusĂ€tzliche FlĂ€chen mitzubieten. FĂŒr mehr als ein Drittel der Befragten verhindern die geforderten Pachtsummen somit eine VergrĂ¶ĂŸerung ihrer BewirtschaftungsflĂ€che.

Mehrheit der Betriebe sieht Pachtniveau als deutliche EinschrÀnkung

Insgesamt empfinden 82 % der Teilnehmenden die hohen Pachten als spĂŒrbare EinschrĂ€nkung fĂŒr ihre wirtschaftliche TĂ€tigkeit. Die Umfrageergebnisse zeigen, wie stark sich das Kostenniveau auf unternehmerische Entscheidungen auswirkt.

WĂ€hrend 37 % nicht mehr aktiv mitbieten, verharren viele andere im bestehenden Umfang: 28 % der Teilnehmenden verlĂ€ngern lediglich ihre bestehenden PachtvertrĂ€ge, obwohl sich neu hinzukommende FlĂ€chen fĂŒr sie wirtschaftlich kaum noch rechnen wĂŒrden.

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Die Umfrage unter 866 Landwirten zeigt: 37 Prozent bieten bei den aktuellen Pachtpreisen nicht mehr mit, 82 Prozent sehen sich spĂŒrbar eingeschrĂ€nkt. Wer dennoch FlĂ€chen sichern oder halten will, braucht belastbare Zahlen statt BauchgefĂŒhl. Kostenlosen Pachtpreis-Report jetzt anfordern

Andere Betriebe sehen sich zu noch drastischeren Schritten gezwungen. Der Erhebung zufolge gaben 17 % der Befragten an, PachtflĂ€chen abzugeben oder konkret zu planen, ihren Pachtanteil kĂŒnftig zu verringern. DemgegenĂŒber erklĂ€rten lediglich 7 % der Teilnehmenden, von der Preisentwicklung kaum betroffen zu sein. Weitere 3 % machten zu ihrer Situation keine Angabe.

ThĂŒnen-Analyse bestĂ€tigt wirtschaftliche Schieflage

Die Umfrageergebnisse spiegeln eine fundamentale wirtschaftliche Problematik wider, die auch durch wissenschaftliche Untersuchungen gestĂŒtzt wird. Wie der Bericht unter Verweis auf eine ThĂŒnen-Analyse darlegt, lag bei rund 60 % der untersuchten Haupterwerbsbetriebe die erwirtschaftete Grundrente unter den tatsĂ€chlich gezahlten Pachtaufwendungen.

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Laut ThĂŒnen-Analyse lag bei rund 60 Prozent der Haupterwerbsbetriebe die Grundrente unter den gezahlten Pachtaufwendungen – der Fehlbetrag wird aus anderen Betriebszweigen quersubventioniert. Wer das vermeiden will, muss vor der VertragsverlĂ€ngerung rechnen. Grundrente-Check fĂŒr Ihren Betrieb starten

Diese Diskrepanz bedeutet, dass die Pachtkosten bei einem Großteil dieser Betriebe nicht mehr vollstĂ€ndig durch den wirtschaftlichen Ertrag des Bodens gedeckt werden. Wenn die Grundrente unter den Pachtaufwendungen liegt, mĂŒssen Betriebe den Fehlbetrag aus anderen Betriebszweigen oder dem erwirtschafteten Einkommen quersubventionieren.

Die Ergebnisse der Befragung verdeutlichen, dass dieser anhaltende Kostendruck die Bereitschaft zur Expansion dÀmpft und Landwirte zunehmend zur defensiven Anpassung ihrer FlÀchenstrategie zwingt.

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