Robert Habeck, FachkrÀfte

Habeck: Bei ArbeitskrÀften auch auf Zuwanderung angewiesen

10.10.2023 - 05:10:57 | dpa.de

Personal fehlt an vielen Stellen. Und Ökonomen warnen: Die demografische Entwicklung dĂŒnnt das FachkrĂ€fteangebot weiter aus, der Mangel mĂŒsse noch entschlossener eingedĂ€mmt werden.

«Wir brauchen dringend mehr Fach- und ArbeitskrĂ€fte», sagt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne). - Foto: Jonas Walzberg/dpa

Die LĂŒcke auf dem Arbeitsmarkt muss nach Angaben von Wirtschaftsminister Robert Habeck auch durch Zuwanderung geschlossen werden. Es mĂŒsse zum einen alles daran gesetzt werden, Arbeitspotenzial im Inland besser zu heben, sagte der GrĂŒnen-Politiker der «Rheinischen Post». «Es ist aber offenkundig, dass Deutschland auch auf Zuwanderung angewiesen ist, um den ArbeitskrĂ€ftebedarf zu decken, Wachstum zu generieren und Wohlstand zu sichern.» DafĂŒr habe die Bundesregierung das FachkrĂ€fteeinwanderungsgesetz beschlossen.

«Wir brauchen dringend mehr Fach- und ArbeitskrĂ€fte. Wir alle spĂŒren es mittlerweile in unserem Alltag», sagte Habeck. Unternehmen suchten hĂ€nderingend ArbeitskrĂ€fte, Handwerksbetriebe mĂŒssten AuftrĂ€ge ablehnen, GeschĂ€fte und Gastronomie ihre Öffnungszeiten einschrĂ€nken.

«Raus aus dem Sozialsystem, rein in die BeschÀftigung»

Mit Blick auf die Debatte ĂŒber die Arbeitserlaubnis fĂŒr GeflĂŒchtete in Deutschland sagte Habeck, er befĂŒrworte dies fĂŒr FlĂŒchtlinge, die schon im Land sind. «Ich weiß, dass es zum Teil Vorbehalte dagegen gibt, und natĂŒrlich ist völlig klar, dass wir eine bessere Steuerbarkeit brauchen, wer ins Land kommt, und dass die, die nicht bleiben dĂŒrfen, zĂŒgig wieder gehen mĂŒssen. Das ist fĂŒr mich unstrittig», betonte Habeck. Das gemeinsame Asylsystem auf EU-Ebene sei ein Instrument dafĂŒr, Migrationsabkommen seien ein weiteres.

«Nur, wenn jemand jetzt schon seit einiger Zeit hier ist, sollte die Devise doch sein: Raus aus dem Sozialsystem, rein in die BeschĂ€ftigung, damit FlĂŒchtlinge möglichst selbst ihren Lebensunterhalt verdienen und ihren Beitrag zum Gemeinwesen leisten können», sagte Habeck. «Konkret sollten wir die Stichtagsregelung fĂŒr die BeschĂ€ftigungsduldung Ă€ndern, damit Menschen, die hier schon lĂ€nger arbeiten, das auch weiter tun können und die Unternehmen nicht schon wieder neu suchen mĂŒssen», sagte der Vizekanzler.

Einwanderung nötig fĂŒr Zuwachs

Die Nachfrage nach ArbeitskrĂ€ften in Deutschland ist sehr hoch, es fehlt an vielen Stellen Personal. Die Zahl offener Stellen gab die Bundesagentur fĂŒr Arbeit im September mit 761.000 an. Allerdings ließ die Nachfrage leicht nach. Vor einem Jahr lag die Zahl der gemeldeten unbesetzten Stellen noch um 113.000 höher. Mit 45,99 Millionen Menschen waren im August aber noch immer 347.000 Menschen mehr erwerbstĂ€tig als vor einem Jahr.

Der Zuwachs an BeschĂ€ftigung sei ausschließlich auf Zuwanderung zurĂŒckzufĂŒhren. Ohne Einwanderung wĂ€re der Bedarf an Personal aus Sicht der Arbeitsagentur nicht zu decken. In einigen Regionen, darunter FlĂ€chenlĂ€nder Ostdeutschlands, wachse die BeschĂ€ftigung bereits jetzt trotz Zuwanderung nicht mehr.

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