Pflegeversicherung, Finanzspritze

Pflegeversicherung bekommt neue Finanzspritze

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 15:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der Bund sichert die Pflegeversicherung mit einer zusÀtzlichen Finanzspritze bis zum Jahresende ab.

Der Haushaltsausschuss des Bundestags billigte ein Darlehen von bis zu 700 Millionen Euro als ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausgabe, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage in Berlin mitteilte. Daraus soll in den verbleibenden Monaten jeweils nach Bedarf fehlendes Geld zum Erbringen der Aufgaben der Pflegeversicherung ausgeglichen werden. "Damit wird sichergestellt, dass bis Jahresende genĂŒgend liquide Mittel im System sind."

Die Finanznöte der Pflegeversicherung hatten sich zuletzt zugespitzt. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen, der auch die Pflegekassen vertritt, hatte Ende August bekannt gemacht, dass voraussichtlich im Oktober die Einnahmen nicht mehr reichen, um die Pflegeleistungen voll zu finanzieren. Dabei kommen aus dem Bundeshaushalt fĂŒr dieses Jahr bereits 3,2 Milliarden Euro an Darlehen fĂŒr die Pflegeversicherung, sie reichen aber nicht aus.

Die Leistungsausgaben der Pflegekassen seien "aufgrund der weiterhin deutlichen Wachstumsdynamik bei der Zahl der PflegebedĂŒrftigen stĂ€rker als ursprĂŒnglich angenommen gestiegen", erlĂ€uterte das Bundesfinanzministerium in einem Schreiben an den Haushaltsausschuss. Um die Finanzen fĂŒr 2027 zu stabilisieren, hat das Kabinett gerade GesetzesplĂ€ne von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) auf den Weg gebracht. FĂŒr eine zweite grĂ¶ĂŸere Strukturreform soll eine Kommission VorschlĂ€ge erarbeiten.

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