PKM-Chef, Stetten

PKM-Chef von Stetten: Arbeitsministerin Bas nicht mehr tragbar

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 22:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Christian von Stetten kritisiert BĂ€rbel Bas und den Haushalt 2027. Die SPD weist den Vorwurf einer Reformblockade zurĂŒck und verteidigt die Ministerin.

CDU-Politiker von Stetten verlangt RĂŒcktritt von Arbeitsministerin Bas
Das ReichstagsgebĂ€ude in Berlin in der DĂ€mmerung, aufgenommen aus der Ferne ĂŒber die Spree. Illustration mit AI erstellt.

In der politischen Auseinandersetzung um die kĂŒnftige Wirtschafts- und Sozialpolitik hat der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) innerhalb der Unionsfraktion, Christian von Stetten (CDU), den RĂŒcktritt der Bundesministerin fĂŒr Arbeit und Soziales gefordert.

Wie aus Medienberichten vom 11. September 2026 hervorgeht, bezeichnete von Stetten die Ministerin und SPD-Vorsitzende BĂ€rbel Bas als nicht mehr tragbar. Er warf ihr vor, seit Monaten dringende Reformen zu blockieren.

Vorwurf der Reformblockade und Kritik am Haushalt 2027

Von Stetten, der als Vertrauter von Bundeskanzler Friedrich Merz gilt, begrĂŒndete seine Forderung mit einem anhaltenden Stillstand in der Arbeitsmarktpolitik. Der PKM nimmt in der Unionsfraktion eine SchlĂŒsselrolle ein: Er vertritt 166 der insgesamt 208 Abgeordneten von CDU und CSU, was einem Anteil von rund 80 Prozent entspricht.

Neben der Personalie Bas kritisierte von Stetten auch die Finanzplanung der Bundesregierung. Den Haushaltsentwurf fĂŒr das Jahr 2027, der von Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) vorgelegt wurde, halte er fĂŒr nicht zustimmungsfĂ€hig. Diese EinschĂ€tzung wird laut Berichten auch von der CDU/CSU-Arbeitsgruppe Finanzen geteilt.

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UnterstĂŒtzung fĂŒr den Kurs einer schnelleren Modernisierung kam aus der Wirtschaft. Arbeitgeber-Chef Kampeter forderte in diesem Zusammenhang die Aktivierung eines Reformturbos, um die wirtschaftliche Dynamik zu stĂ€rken.

Interne Spannungen in der Union nach Wahlergebnissen

Die RĂŒcktrittsforderung fĂ€llt in eine Phase innerparteilicher Debatten innerhalb der Union. Nach den Ergebnissen der Wahl in Sachsen-Anhalt war die Kritik an Bundeskanzler Merz gewachsen. Von Stetten nahm den Kanzler gegen diese Stimmen ausdrĂŒcklich in Schutz. Dennoch zeigen sich Risse in der Fraktion: CDA-Chef Radtke bezeichnete Aussagen von Merz als kontraproduktiv.

Aufseiten der Opposition wird die Kritik am Haushalt zudem anders interpretiert. Der SPD-Politiker Roloff bezeichnete die Ablehnung der FinanzplÀne durch Teile der Union als ein verdecktes Misstrauensvotum gegen den Bundeskanzler Merz selbst.

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SPD weist Forderungen als Ablenkungsmanöver zurĂŒck

Die SPD-Spitze reagierte mit deutlicher Ablehnung auf die Angriffe gegen die Arbeitsministerin. GeneralsekretĂ€r KlĂŒssendorf bezeichnete die RĂŒcktrittsforderung als ein hilfloses Ablenkungsmanöver. SPD-Fraktionsmanager Wiese forderte die Union auf, angesichts der politischen Lage die Nerven zu bewahren, wĂ€hrend der Abgeordnete Stegner ergĂ€nzte, dass die Nerven in der Unionsfraktion offensichtlich blank lĂ€gen.

Die Sprecherin der SPD, Klose, widersprach der Darstellung einer Reformblockade ausdrĂŒcklich. Bas habe kontinuierlich ein Gesetz nach dem anderen vorgelegt. Die Ministerin selbst plane zudem, bis zum Jahresende einen Aktionsplan gegen Sozialmissbrauch vorzustellen. Dieser Plan war bereits in der Vorwoche Gegenstand der Kritik durch Unionsfraktionsvize Krings gewesen, der Bas vorgeworfen hatte, das Konzept bislang nicht prĂ€sentiert zu haben.

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