Playmobil-Werk, Dietenhofen

Playmobil-Werk Dietenhofen: 350 Jobs weg, Fertigung nach Malta

24.06.2026 - 17:50:19 | boerse-global.de

Playmobil hat die Fertigung im Werk Dietenhofen vorzeitig beendet. 350 Mitarbeiter verlieren ihren Job, die Produktion wandert ins Ausland ab.

Playmobil-Werk Dietenhofen: Produktion vorzeitig eingestellt
Playmobil-Werk - Eine Playmobil-Figur liegt inmitten von teilweise demontierten Industriemaschinen und Werkzeugen, die das Ende einer Produktion symbolisieren. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Am 23. Juni wurden die verbliebenen Mitarbeiter freigestellt – knapp eine Woche vor dem geplanten Schließungstermin am 30. Juni.

350 Jobs betroffen

Die Schließung des mittelfränkischen Werks trifft 350 Beschäftigte. Das Unternehmen begründet den Schritt mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Hohe Lohn- und Energiekosten sowie deutliche Umsatzrückgänge hätten die Entscheidung erzwungen.

Künftig produziert Playmobil seine Kunststoff-Spielfiguren ausschließlich in Malta und Tschechien. Andere Unternehmensbereiche bleiben am Stammsitz erhalten: Entwicklung, Verwaltung, Marketing sowie Vertrieb und Logistik.

Harte Kritik der Arbeitnehmervertreter

Die plötzliche Freistellung löste heftige Reaktionen aus. Betriebsratsvorsitzender Michael Ulbrich spricht von einer Katastrophe. Für viele Mitarbeiter sei eine Welt zusammengebrochen.

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Auch die IGBCE und die lokale Arbeitnehmervertretung übten deutliche Kritik. Besonders die Art der Kommunikation durch die Unternehmensführung stieß auf Unverständnis.

Sozialplan vereinbart

Zur Abfederung der Folgen einigten sich Unternehmensleitung und Betriebsrat auf einen Sozialplan. Er sieht Abfindungszahlungen vor und den Wechsel der Beschäftigten in eine Transfergesellschaft zur beruflichen Neuorientierung.

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Ende einer Ära

Mit dem Aus der Fertigung in Dietenhofen verliert Deutschland eine seiner bekanntesten Spielwarenproduktionen. Das Werk galt über Jahrzehnte als Herzstück der Marke. Der vorzeitige Produktionsstopp markiert den faktischen Abschluss eines Prozesses, der mit der offiziellen Werksschließung am 30. Juni formal endet. Das Label „Made in Germany“ wird für die Kernprodukte künftig nicht mehr gelten.

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