Polizei-Offensive 1. Juni: Großkontrollen gegen Alkohol am Steuer
01.06.2026 - 13:09:21 | boerse-global.deDer Verband deutscher Arbeitsrechtsanwälte (VdAA) erinnert die Logistikbranche an die strikte Alkoholprohibition für Fahrer von Gefahrguttransporten. Die Regelung gilt ab sofort mit Nachdruck.
Die Rechtslage ist glasklar: Paragraph 9 der GGVSE und Paragraph 10 des GGBefG schreiben eine Null-Promille-Grenze für diese Berufsgruppe vor. Wer dagegen verstößt, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch die fristlose Kündigung.
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Arbeitsrechtliche Konsequenzen: Selbst geringste Werte reichen
Die VdAA warnt vor den schwerwiegenden beruflichen Folgen eines Verstoßes. Ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln vom 19. März 2008 macht dies deutlich: Die fristlose Kündigung eines Fahrers war rechtens, obwohl sein Blutalkoholwert lediglich bei 0,2 Promille lag. Im Gefahrguttransport gelten selbst minimale Abweichungen vom Null-Limit als erhebliche Pflichtverletzung.
Eskalation auf den Straßen: Schwere Vorfälle Ende Mai
Die verschärfte Kontrolle kommt nicht von ungefähr. Ende Mai 2026 erschütterten mehrere spektakuläre Fälle von alkoholisierten Fahrern die Republik:
- 29. Mai 2026: Ein 48-jähriger Busfahrer ohne Fahrgäste kollidierte im Katschbergtunnel auf der Tauernautobahn mit einem Lkw. Sein Blutalkoholwert: 1,8 Promille.
- Am selben Morgen in Gotha: Eine 37-jährige Frau wurde gestoppt, als sie mit einer Bierflasche in der Hand ein Transportfahrzeug bestieg. Die Polizei stellte 1,29 Promille fest – zudem stand sie unter Drogeneinfluss und besaß seit sieben Jahren keinen Führerschein mehr.
Die Serie rasanter Eskalation setzte sich am 30. Mai 2026 fort:
- Ein 59-Jähriger in Pirmasens wurde mit 3,0 Promille aus dem Verkehr gezogen.
- Ein 39-Jähriger in Bernkastel-Kues fuhr mit 2,72 Promille.
- Eine 25-Jährige in Mannheim verursachte rund 50.000 Euro Sachschaden, als sie an einer roten Ampel in vier wartende Fahrzeuge raste.
- Auf der A64 bei Trier war ein Geisterfahrer unterwegs – alkoholisiert und eine Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer.
- Ein 37-jähriger Radfahrer in Uelzen stürzte mit 3,44 Promille in einen Graben und musste ins Krankenhaus.
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Großkontrollen in Mecklenburg-Vorpommern gestartet
Pünktlich zum Monatsbeginn hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern eine groß angelegte Kontrolloffensive gestartet. Am heutigen Montag, dem 1. Juni 2026, laufen sowohl stationäre als auch mobile Kontrollen – mit besonderem Fokus auf Alkohol und Drogen am Steuer.
Der Hintergrund: Im vergangenen Jahr gab es im Nordosten fast 800 alkoholbedingte Verkehrsunfälle. Zwar starb 2025 niemand durch Drogen im Straßenverkehr, doch die Unfallzahlen mit Zweiradfahrern stiegen um sechs Prozent. Deshalb richten die Beamten ihr Augenmerk nun verstärkt auf Radfahrer und Motorradfahrer.
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