Porsche-Sparkurs: Bis zu 4.000 Stellen zusÀtzlich gefÀhrdet
Veröffentlicht: 08.07.2026 um 19:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Bis Ende Juli soll eine Einigung ĂŒber ein zweites Effizienzprogramm stehen. Die GesprĂ€che zwischen Vorstand und Betriebsrat laufen â doch die Fronten sind verhĂ€rtet.
Vorstandschef Leiters bezeichnete die Verhandlungen als âlangwierig und intensivâ. Auch Betriebsratschef Aslan spricht von âerheblichen Hindernissenâ. Im Kern geht es um die Antwort des Sportwagenherstellers auf einen massiven Gewinneinbruch und sinkende Verkaufszahlen in wichtigen MĂ€rkten.
Bis zu 4.000 Stellen zusÀtzlich gefÀhrdet
Laut internen Planungen sollen bis zu 4.000 weitere ArbeitsplĂ€tze wegfallen. Betroffen sind vor allem Management, Verwaltung und der Entwicklungsstandort Weissach. Dort prĂŒft das Unternehmen eine KapazitĂ€tsreduzierung um bis zu 30 Prozent.
Rechnet man bereits beschlossene MaĂnahmen hinzu, könnte der Personalabbau auf insgesamt 7.900 Stellen anwachsen. Schon jetzt lĂ€uft der sozialvertrĂ€gliche Abbau von 1.900 Jobs bis 2029. Rund 2.000 befristete VertrĂ€ge lieĂ Porsche auslaufen, drei Tochterfirmen mit 500 BeschĂ€ftigten wurden geschlossen. Aktuell arbeiten an den Standorten Weissach und Zuffenhausen rund 23.600 Mitarbeiter.
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Die Gemeinde Weissach stellt sich bereits auf sinkende Gewerbesteuereinnahmen ein.
Gewinn bricht um 91 Prozent ein
Der Sparkurs hat einen handfesten Grund: Im GeschĂ€ftsjahr 2025 brach der Gewinn um 91 Prozent auf 310 Millionen Euro ein. Die Verkaufszahlen fielen um zehn Prozent â der niedrigste Stand seit 2020.
Hauptursachen sind das schwĂ€chelnde China-GeschĂ€ft, die US-Zollpolitik und eine schwache Nachfrage nach Elektroautos. Gleichzeitig belasten Milliardeninvestitionen fĂŒr die parallele Weiterentwicklung von Verbrennern die Bilanz.
Die Börse reagierte nervös: Die Porsche-Aktie notierte heute bei 46,13 Euro â ein Minus von 2,41 Prozent. Neben dem Stellenabbau stehen weitere Einschnitte im Raum: KĂŒrzung von AusbildungsplĂ€tzen, Auslagerung von GeschĂ€ftsteilen und der Verzicht auf Einmalzahlungen.
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IG Metall ruft zu Protesten auf
Die SparplĂ€ne sind Teil einer gröĂeren Restrukturierung im VW-Konzern. Medienberichten zufolge könnten konzernweit bis zu 100.000 Stellen wegfallen. Vier deutsche Werke gelten als gefĂ€hrdet.
WĂ€hrend der VW-Aufsichtsrat heute ĂŒber weitere Einschnitte berĂ€t, hat die IG Metall fĂŒr morgen zu einem Protesttag aufgerufen. An den Standorten Stuttgart und Weissach sind Autokorsos geplant. Die Gewerkschaft spricht von einem âdeutlichen Signal an den Vorstandâ. Da Friedenspflicht herrscht, wird es sich nicht um Warnstreiks handeln.
Konzernweit wurden bereits MaĂnahmen fĂŒr den Abbau von 37.000 Stellen unterzeichnet. VDA-PrĂ€sidentin MĂŒller fordert angesichts der Branchenkrise tiefgreifende Reformen und strikte Kostendisziplin.
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