Porsche-Zukunftspaket: 5.000 Arbeitsplätze bis 2035 ohne Kündigungen
Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 01:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Vorstand und der Gesamtbetriebsrat der Porsche AG haben ein umfassendes Zukunftspaket verabschiedet. Die Einigung vom 27. Juli 2026 bringt tiefe Einschnitte – aber auch Sicherheit für die Belegschaft.
Sozialverträglicher Abbau ohne betriebsbedingte Kündigungen
Bis 2035 fallen rund 5.000 Arbeitsplätze an den Standorten Stuttgart-Zuffenhausen und Weissach weg. Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen. Der Personalabbau läuft über natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge.
Schon 2025 hatte Porsche eine Sparrunde mit rund 1.900 Stellen eingeleitet. Insgesamt verschwinden damit knapp 8.900 Positionen. Trotz des Abbaus stehen die Standorte in der Region Stuttgart bis Ende 2035 fest. Gleichzeitig investiert das Unternehmen 2,1 Milliarden Euro in die Werke Zuffenhausen und Weissach.
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Weniger Weihnachtsgeld, weniger mobiles Arbeiten
Das Paket senkt die Personalkosten spürbar. Bis 2035 behält Porsche 3,5 Prozent der tariflichen Lohnerhöhungen ein. Das Weihnachtsgeld sinkt von 100 auf 60 Prozent eines Monatsgehalts.
Auch das mobile Arbeiten wird eingeschränkt: Maximal 8 Tage pro Monat statt bisher 12. Als Ausgleich gibt es eine Transformationsprämie von 1.500 Euro. IG-Metall-Mitglieder erhalten 1.911 Euro, einen zusätzlichen freien Tag pro Jahr und einen 200-Euro-Gutschein.
Gewinneinbruch als Treiber der Reform
Die Verhandlungen standen unter Druck: 2025 brach der Nettogewinn um 91 Prozent auf 310 Millionen Euro ein. Der Absatz sank um 10 Prozent auf rund 279.400 Fahrzeuge.
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Das Zukunftspaket ist Teil der Strategie „Sportwagenschmiede 35“. Details dazu präsentiert Porsche im Oktober auf einem Capital Markets Day. Ein neu eingerichteter Zukunftsbeirat aus Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern begleitet die Umsetzung.
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