Potsdam, Neubau

Potsdam: Neubau mit 214 Wohnungen verzichtet vollständig auf Sozialwohnungen

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 16:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Rohbau ist fertig; Ende 2027 soll das Projekt mit 214 Wohnungen abgeschlossen sein. Geförderter Wohnraum ist nicht vorgesehen.
Eine Baustelle mit einem im Bau befindlichen Wohngebäude aus Stahlbeton in einem städtischen Umfeld. Illustration mit AI erstellt.

Die QUARTERBACK Immobilien AG hat am 22. Oktober 2026 das Richtfest für das Wohnbauprojekt „Humboldtringgärten“ am Humboldtring in Potsdam begangen. Mit dem Abschluss des Hochbaus steht der Rohbau des fünfgeschossigen Neubaus in Potsdam-Zentrum Ost unweit des UNESCO-Welterbes.

Die vollständige Fertigstellung des Ensembles ist für Ende 2027 geplant. An der Feier nahm seitens der Stadt Potsdam Dieter Jetschmanegg, Dezernent für Zentrale Verwaltung, in Vertretung von Oberbürgermeisterin Noosha Aubel teil.

Das Neubauvorhaben umfasst 214 Ein- bis Vierzimmerwohnungen mit Wohnflächen zwischen 24 und 110 Quadratmetern auf einer Gesamtnutzfläche von rund 11.400 Quadratmetern. Sämtliche Einheiten verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse und werden im KfW-Effizienzhaus-Standard 55 realisiert.

Für den architektonischen Entwurf zeichnet das Büro homuth + trappe architekten verantwortlich, während die Bauausführung als Generalunternehmer bei PORR liegt. Im Vorfeld der Baumaßnahmen wurden für das Projekt 1,8 Hektar Wald gerodet.

Planungsanpassungen und Verzicht auf Sozialwohnungen

In früheren Planungsphasen waren für das Areal rund 270 Wohnungen vorgesehen gewesen. Diese Zahl wurde nach Bedenken der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten sowie des Landesdenkmalamtes mit Verweis auf das benachbarte UNESCO-Welterbe auf die nun entstehenden 214 Einheiten reduziert.

Zugleich entstehen im Rahmen der privat finanzierten Projektentwicklung keine Sozialwohnungen. Während nach dem Potsdamer Baulandmodell rund 30 preisgedämpfte Wohnungen möglich gewesen wären, wird auf geförderten Wohnraum vollständig verzichtet. Wie Melanie Splichal, Standort- und Niederlassungsleiterin bei der QUARTERBACK Immobilien AG, darlegte, werde auch in einem geplanten zweiten Bauabschnitt kein geförderter Wohnraum geschaffen.

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Gesamtverkauf des Neubaus vorgesehen

Konkrete Mietpreise und Details zur künftigen Vermarktung der Wohneinheiten nannte das Immobilienunternehmen anlässlich des Richtfests nicht. Nach Angaben von Niederlassungsleiterin Splichal ist vorgesehen, das gesamte Gebäude zu veräußern. Die letztendliche Festlegung der Miethöhe für die 214 Wohnungen obliege somit dem künftigen Vermieter und Erwerber der Immobilie.

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