Börsenzeiten zeigen, wann Orders anders ausgefĂŒhrt werden können
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 09:48 Uhr | trading-house.net, AD HOC NEWSHandelsphasen richtig einordnen
- Vorbörse und Nachbörse unterscheiden sich durch geringere LiquiditÀt, breitere Spreads und besondere Orderbedingungen vom Haupthandel.
- Limit-Orders begrenzen den Preis, garantieren aber weder eine vollstĂ€ndige noch eine sofortige AusfĂŒhrung.
- Ein Webinar kann zeigen, wie Handelszeiten, Orderbuch und AusfĂŒhrung an konkreten Beispielen zusammenwirken.
- Die Webinare der trading-house Börsenakademie sind kostenfrei und interaktiv oder stehen mit Aufzeichnung zum Nacharbeiten bereit.
Der Bildschirm zeigt bereits einen Kurs, obwohl die vertraute Börsenglocke noch nicht gelĂ€utet hat oder der Haupthandel lĂ€ngst beendet ist. Genau in solchen Situationen entstehen fĂŒr Einsteiger Fragen zu Vorbörse, Nachbörse und dem richtigen Ordertyp. Ein Webinar macht sichtbar, wie Handelsphasen, LiquiditĂ€t und Spreads die AusfĂŒhrung beeinflussen. Wer diese Mechanik versteht, kann Kursanzeigen besser einordnen und AuftrĂ€ge bewusster vorbereiten.
Drei Phasen eines Handelstages
Die regulĂ€re Handelszeit ist der Abschnitt, in dem der jeweilige Börsenplatz offiziell geöffnet ist und typischerweise die meisten KĂ€ufer und VerkĂ€ufer zusammentreffen. Davor liegt die Vorbörse, danach die Nachbörse; beide werden auch als Handel auĂerhalb der regulĂ€ren Zeiten oder als verlĂ€ngerte Handelszeiten bezeichnet. Die genauen Zeitfenster hĂ€ngen vom Markt, vom Wertpapier und vom jeweiligen Zugang ab.
Die Vorbörse kann neue Informationen aus der Nacht oder aus frĂŒhen Wirtschafts- und Unternehmensmeldungen aufnehmen. In der Nachbörse werden Nachrichten verarbeitet, die nach dem Ende des Haupthandels erscheinen. Ein dort gebildeter Kurs ist jedoch keine sichere Vorhersage fĂŒr die nĂ€chste regulĂ€re Eröffnung, weil sich die Zusammensetzung der Marktteilnehmer und die Zahl der verfĂŒgbaren Orders Ă€ndern kann.
LiquiditÀt zeigt sich im Orderbuch
LiquiditĂ€t beschreibt vereinfacht, wie viele Kauf- und VerkaufsauftrĂ€ge zu verschiedenen Preisen vorhanden sind. Im Haupthandel ist das Orderbuch hĂ€ufig dichter. AuĂerhalb dieser Phase können weniger Marktteilnehmer aktiv sein, sodass einzelne AuftrĂ€ge den angezeigten Preis stĂ€rker bewegen. Eine Order kann deshalb vollstĂ€ndig, nur teilweise oder gar nicht ausgefĂŒhrt werden.
Der Spread ist der Abstand zwischen dem höchsten angebotenen Kaufpreis und dem niedrigsten angebotenen Verkaufspreis. Beispiel: Steht im Orderbuch ein Kaufangebot von 99 Euro und ein Verkaufsangebot von 101 Euro, betrĂ€gt der Spread 2 Euro. Ein sofortiger Kauf und Verkauf wĂŒrde diese Differenz zunĂ€chst ĂŒberwinden mĂŒssen, ohne dass sich der zugrunde liegende Markt weiter bewegt.
Was Orders auĂerhalb bewirken
Eine Market-Order zielt auf eine möglichst schnelle AusfĂŒhrung zum nĂ€chsten verfĂŒgbaren Preis, legt diesen Preis aber nicht fest. Bei dĂŒnnem Orderbuch kann der nĂ€chste passende Preis deutlich vom zuletzt angezeigten Kurs abweichen. Eine Limit-Order bestimmt dagegen beim Kauf den höchsten akzeptierten Preis oder beim Verkauf den niedrigsten akzeptierten Preis.
Das Limit schĂŒtzt vor einer AusfĂŒhrung jenseits der eigenen Preisgrenze, garantiert aber keine AusfĂŒhrung. Beispiel: Ein Kauflimit von 100 Euro wird nur zu 100 Euro oder gĂŒnstiger ausgefĂŒhrt. Gibt es dort nur eine kleine Gegenorder, kann ein Teil ausgefĂŒhrt werden, wĂ€hrend der Rest offen bleibt oder verfĂ€llt. Ob Market-Orders, Stop-Orders oder andere Bedingungen in Vor- und Nachbörse zugelassen sind, hĂ€ngt vom Handelsplatz und vom Zugang ab und sollte vor dem Auftrag geprĂŒft werden.
CFDs, Futures, Forex und Kryptowerte sind risikoreiche Handelsinstrumente, weshalb Risikobegrenzung und das Ăben im Demokonto wichtige Lerninhalte bleiben.
Ein Plan fĂŒr die Praxis
Vor einer Order gehört zunĂ€chst die Handelsphase in den Plan: Findet die AusfĂŒhrung vor dem Start, im Haupthandel oder danach statt? Danach folgen die Fragen nach LiquiditĂ€t, Spread und zulĂ€ssigem Ordertyp. Ein Einsteiger kann zusĂ€tzlich festhalten, ob der Auftrag nur fĂŒr diese Phase gelten oder bis zu einer spĂ€teren regulĂ€ren Sitzung bestehen soll.
FĂŒr das eigene Journal reichen zunĂ€chst vier Beobachtungen: angezeigter Geldkurs, angezeigter Briefkurs, gewĂ€hlter Ordertyp und tatsĂ€chliche AusfĂŒhrung. Nach einer TeilausfĂŒhrung wird notiert, welcher Teilpreis und welche Restmenge entstanden sind. So wird aus einer abstrakten ErklĂ€rung eine ĂŒberprĂŒfbare Routine. Ein Demokonto oder eine Watchlist kann dabei helfen, ohne sofort eine reale Order auszulösen.
Handelszeiten im Webinar prĂŒfen
In den kostenfreien Webinaren der trading-house Börsenakademie lĂ€sst sich an Live-Beispielen nachvollziehen, wie Vorbörse, Haupthandel und Nachbörse im Chart und im Orderbuch wirken. Die interaktiven Live-Webinare behandeln wechselnde Themen aus Börse und Trading, ermöglichen Fragen im Chat und bieten Aufzeichnungen zum Nacharbeiten. Die Anmeldung erfolgt je Webinar ĂŒber die Webinar-Ăbersicht; die Webinare sind seit mehr als 20 Jahren kostenfrei.
FĂŒr Einsteiger ist besonders nĂŒtzlich, die eigene Orderidee in ihre Bedingungen zu zerlegen: gewĂŒnschter Preis, erlaubte Handelsphase, mögliche TeilausfĂŒhrung und Punkt, an dem die Idee nicht mehr gilt. Fragen zur LiquiditĂ€t, zu Spreads, zu Handelsstrategien oder zur Risikoanalyse können dabei direkt am Beispiel geklĂ€rt werden.
Bewusst handeln beginnt mit der Uhr
Börsenzeiten sind mehr als eine Anzeige am Rand des Charts. Wer Vorbörse und Nachbörse von der regulĂ€ren Sitzung unterscheidet, erkennt besser, warum ein Kurs nicht automatisch handelbar ist und weshalb ein Limit zwar Kontrolle, aber keine AusfĂŒhrung verspricht. Das Lernen im Webinar eignet sich fĂŒr Einsteiger, die AblĂ€ufe sehen und hinterfragen möchten; die Ăbertragung in einen eigenen Plan, ein Journal und eine sorgfĂ€ltige PrĂŒfung bleibt jedoch unverzichtbar.
Börsenzeiten und Ordermechanik in der Webinar-Ăbersicht nachvollziehen
Hinweis: Die Webinare sind ein kostenfreies Angebot der trading-house Börsenakademie der trading-house.net AG. AD HOC NEWS ist eine Tochtergesellschaft des trading-house.net Konzerns. Dieser Beitrag dient der Information und Bildung, ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten. Der Handel mit Hebelprodukten, CFDs und Kryptowerten ist mit hohen Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals fĂŒhren.
