Drawdown richtig messen und mit Limits begrenzen lernen
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 10:35 Uhr | trading-house.net, AD HOC NEWSDrawdown als Risikometer lesen
- Ein Drawdown misst den Rückgang vom bisherigen Höchststand bis zu einem späteren Tiefpunkt.
- Die Erholungsrechnung zeigt, warum ein Verlust von 20 Prozent einen Gewinn von 25 Prozent erfordert.
- Tages- und Wochenlimits unterbrechen eine Verlustserie, bevor sie den Gesamtdrawdown stark vergrößert.
- Das Auffrischungs-Seminar in Berlin verbindet diese Kontrolle an zwei Tagen mit einem Zugangsbeitrag von 20 Euro.
20 Prozent Verlust klingen zunächst wie eine Zahl in einer Statistik, verändern aber die Rechenbasis jedes weiteren Trades. Dieses Lernstück erklärt, wie Trader mit Grundkenntnissen einen Drawdown messen, den maximalen Drawdown einordnen und Tages- sowie Wochenlimits sinnvoll in den eigenen Plan einbauen. Ein Seminar kann dabei helfen, eine vertraute Routine mit klaren Kontrollpunkten zu prüfen.
Der Rückgang vom Höchststand
Ein Drawdown bezeichnet den prozentualen Rückgang vom bisherigen Höchststand des Kontowerts bis zu einem späteren Tiefpunkt, bevor ein neuer Höchststand erreicht wird. Die Grundformel lautet: (Höchststand minus Tiefpunkt) geteilt durch den Höchststand, multipliziert mit 100. Der maximale Drawdown ist der größte solche Rückgang innerhalb des gesamten betrachteten Zeitraums.
Für die Auswertung genügt deshalb nicht der Blick auf einzelne Verlusttrades. Eine Equity-Kurve sollte fortlaufend auf neue Hochpunkte und die anschließenden Tiefpunkte geprüft werden. So wird sichtbar, ob eine Strategie nur eine kurze Delle erlebt oder ob sich Verluste über mehrere Sitzungen zu einer belastenden Phase addieren.
Erholung braucht mehr Prozente
Die Erholungsrechnung macht den Unterschied zwischen Verlust und anschliessendem Gewinn greifbar. Die benötigte Erholung lässt sich als Drawdown geteilt durch 1 minus Drawdown berechnen, wobei der Drawdown als Dezimalzahl eingesetzt wird.
Beispiel: Ein Kontowert von 10.000 Euro fällt auf 8.000 Euro. Der Drawdown beträgt 20 Prozent. Für die Rückkehr auf 10.000 Euro fehlen 2.000 Euro, bezogen auf die verbliebenen 8.000 Euro sind das 25 Prozent. Ein Verlust von 20 Prozent verlangt also nicht ebenfalls 20 Prozent Gewinn. Je tiefer der Rückgang, desto stärker steigt die notwendige Erholung.
CFDs, Futures, Forex und Kryptowerte sind risikoreich; deshalb gehören Risikobegrenzung und das Üben im Demokonto zum Lerninhalt.
Limits für Tag und Woche
Ein Tageslimit misst den zulässigen Verlust innerhalb einer Handelssitzung, während ein Wochenlimit die kumulierte Belastung mehrerer Tage begrenzt. Beide Regeln sind vom maximalen Drawdown zu unterscheiden: Sie setzen früher an und können das Handeln unterbrechen, obwohl das übergeordnete Konto noch nicht am maximalen Rückgang angelangt ist.
Beispiel: Bei einem frei gewählten Tageslimit von 2 Prozent und einem Wochenlimit von 5 Prozent endet die Sitzung nach Erreichen der Tagesgrenze; weitere Verluste an den folgenden Tagen können zusätzlich das Wochenlimit auslösen. Solche Werte sind keine allgemeine Vorgabe. Sie sollten aus Handelsplan, Positionsgröße, Stop-Loss, Kosten und eigener Auswertung abgeleitet werden. Wichtig ist auch die Regel für den nächsten Schritt: Pause, Prüfung des Journals, kleinere Positionsgröße oder Rückkehr ins Demokonto.
Drawdown-Check in Berlin
Das Auffrischungs-Seminar in Berlin der trading-house Börsenakademie behandelt das Thema besonders im Block Risiko- und Positionsmanagement 2.0. Dort lässt sich die eigene Verlustbegrenzung anhand von Tages- und Wochenlimits, maximalem Drawdown, Stop-Loss und Positionsgröße prüfen. Der Block Strategien im Praxistest ergänzt diese Arbeit, indem eine bestehende Strategie auf Schwachstellen und ihre bisherige Drawdown-Phase untersucht wird.
Das zweitägige Intensiv-Seminar richtet sich an Trader mit Vorerfahrung und an Wiedereinsteiger nach einer Pause. Grundbegriffe sollten bekannt sein, Expertenwissen wird nicht vorausgesetzt; anders als ein Einsteiger-Seminar steigt das Format schneller und tiefer ein. Zum Ablauf gehören sechs Inhaltsblöcke: die Auffrischung der Grundlagen von Orderarten über Charttechnik bis Risikomanagement, neue technische Möglichkeiten aktueller Handelsplattformen und Analysewerkzeuge, Markt-Updates und neue Anlageklassen, Strategien im Praxistest, automatisierte Systeme und KI-gestütztes Trading sowie Risiko- und Positionsmanagement 2.0. Praxisbeispiele verbinden die Theorie mit der eigenen Routine.
Rahmen für die eigene Prüfung
Gearbeitet wird im Schulungsraum der trading-house.net AG in der Lietzenburger Straße 107, 10707 Berlin. Tag eins läuft von 10.00 bis 18.00 Uhr, Tag zwei von 10.00 bis 14.00 Uhr; der einmalige Zugangsbeitrag beträgt 20 Euro. Der Seminarablauf steht als PDF bereit, aktuelle Termine stehen auf der Seminarseite.
Grenzen der Rechenhilfe
Drawdown-Kennzahlen schaffen Ordnung, ersetzen aber weder einen geprüften Handelsplan noch eigenes Üben über Wochen. Ein zweitägiges Präsenzseminar bietet feste Lernzeit, Fragen vor Ort und den Abgleich mit anderen Wiedereinsteigern, doch alte Gewohnheiten und frühere Fehler müssen selbst erkannt und nachbereitet werden. Sinnvoll ist das Format daher für Trader, die Grundkenntnisse mitbringen und ihre Grenzen vor dem nächsten Praxisschritt schriftlich festlegen wollen.
Termine und Seminarablauf des Auffrischungs-Seminars in Berlin ansehen
Hinweis: Das Auffrischungs-Seminar in Berlin ist ein Angebot der trading-house Börsenakademie der trading-house.net AG. AD HOC NEWS ist eine Tochtergesellschaft des trading-house.net Konzerns. Dieser Beitrag dient der Information und Bildung, ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Handel mit Finanzinstrumenten. Der Handel mit Hebelprodukten, CFDs und Kryptowerten ist mit hohen Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen.
