Psychische, Gesundheit

Psychische Gesundheit: Störungen verursachen 16,7% Arbeitsausfälle

24.06.2026 - 11:39:23 | boerse-global.de

Bundesrat billigt Apothekenreform mit erweiterten Rezeptbefugnissen und höherem Zwangsrabatt.

Apothekenreform: Neue Befugnisse und steigende Rabatte
Psychische - Eine Apothekerin berät eine Person in Business-Kleidung in einer modernen Apotheke, die ein Medikamentenpaket hält. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Beschäftigte mit akuten Beschwerden profitieren von erweiterten Befugnissen.

Apotheker dürfen künftig die kleinste Packungsgröße eines rezeptpflichtigen Arzneimittels einmalig auch ohne ärztliche Verordnung abgeben. Die Leistung erfolgt auf Selbstzahlerbasis und soll Versorgungslücken schließen. Zudem sind Apotheken berechtigt, sämtliche Totimpfstoffe zu verabreichen und Blutabnahmen durchzuführen.

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Parallel dazu steigt der Apotheken-Zwangsrabatt unbefristet von 1,77 auf 2,07 Euro. Das Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung wird für 2027 auf rund 19 Milliarden Euro prognostiziert.

Psychische Gesundheit wird zum Hauptrisiko

Das 11. Präventionsforum in Berlin thematisierte am Dienstag die wachsende Bedeutung psychischer Gesundheit in der Arbeitswelt. Die Zahlen sind alarmierend: Psychische Störungen waren 2024 für 16,7 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich. Mit 42 Prozent stellten sie zudem den häufigsten Grund für den Bezug einer Erwerbsminderungsrente dar.

Experten warnen vor neuem Technostress durch die Digitalisierung. Im Fokus der Präventionsarbeit stehen künftig Führungskultur, Gewaltprävention und Mobbing. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sollen Unterstützung bei der Umsetzung psychischer Gesundheitsstrategien erhalten.

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Hitzeschutz: Ab 30 Grad wird's für Arbeitgeber teuer

Sommerliche Temperaturen rücken die Pflichten von Arbeitgebern in den Fordergrund. Ab 26 Grad Raumtemperatur sollen Betriebe erste Maßnahmen ergreifen. Ab 30 Grad sind sie verpflichtet, für Abkühlung zu sorgen. Räume über 35 Grad gelten ohne Schutzmaßnahmen als ungeeignet für die Arbeit.

Gewerkschaften fordern eine konsequente Umsetzung der Vorgaben. In der Praxis gebe es häufig Defizite. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören Verschattung, Bereitstellung von Getränken und angepasste Arbeitszeiten. Auch UV-Schutz am Arbeitsplatz wird von Arbeitsmedizinern zunehmend betont.

Markt in Bewegung: Dermapharm übernimmt Wobenzym

Im Bereich entzündungshemmender Präparate gibt es eine Übernahme. Dermapharm hat die Marke Wobenzym von Mucos gekauft. Ziel ist die langfristige Sicherung der Lieferfähigkeit des Präparats, das die Wirkstoffe Bromelain, Trypsin und Rutosid enthält. Mucos hatte 2024 bei 29 Millionen Euro Umsatz einen Verlust von 32 Millionen Euro verzeichnet.

Gleichzeitig verschärfen Behörden die Kontrollen. In Baden-Württemberg registrierte das Landeskriminalamt für 2025 insgesamt 540 Fälle von Rezeptfälschungen. Betroffen sind häufig hochpreisige Medikamente für den Schwarzmarkt – darunter Präparate zur Gewichtsreduktion und Krebsbehandlung. Apotheken sollen jeden Fälschungsversuch zur Anzeige bringen, um Gesundheitsrisiken durch unterbrochene Kühlketten zu vermeiden.

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