Raiffeisen Nachhaltigkeitsfonds: 1,52 Milliarden Euro, +9,14% seit Januar
28.05.2026 - 01:30:43 | boerse-global.de
Mehrere führende Firmen und Finanzinstitute in Österreich haben Ende Mai aktualisierte Nachhaltigkeitsberichte vorgelegt. Die Dokumente zeigen einen klaren Trend: weg von freiwilligen Lippenbekenntnissen, hin zu standardisierten Rahmenwerken und der festen Verankerung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) in der Unternehmensstrategie.
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Von Finanzen bis Tourismus: Die neue Transparenz
Der Finanzinformationsdienstleister CRIF veröffentlichte seinen Nachhaltigkeitsbericht für 2024. Im Fokus stehen die Förderung finanzieller Inklusion und die Unterstützung der grünen Transformation durch Daten. CEO Carlo Gherardi betont das Ziel, Unternehmen mit relevanten Informationen durch den Wandel zu lotsen. Um internationalen Standards zu genügen, ist CRIF Mitglied der Global Reporting Initiative und des UN Global Compact.
Auch die Hotellerie zieht nach: Explorer Hotels legte Ende Mai seinen allerersten Nachhaltigkeitsbericht vor. Die Gruppe setzt auf Passivhaus-Bauweise, ist ISO 14001-zertifiziert und misst seit 2025 ihren CO2-Fußabdruck. Die Strategie setzt auf Kreislaufwirtschaft und regionale Lebensmittel. Ein besonderer Anreiz für umweltbewusste Gäste: Wer mit der Bahn anreist, erhält einen zehnprozentigen „Klima-Bonus“ auf den Zimmerpreis.
Internationale Hersteller mit Standorten in der Region unterstreichen ebenfalls ihre langfristigen Nachhaltigkeitsmeilensteine. Der seit 1884 familiengeführte Farbenhersteller Mylands berichtete über Fortschritte bei seinen pflanzlichen Produkten, die bereits 2010 eingeführt wurden. Die Produktion in London erreicht extrem niedrige VOC-Werte (flüchtige organische Verbindungen) zwischen 0,1 und 0,29 Prozent. 2024 brachte das Unternehmen zudem eine Upcycling-Kollektion auf den Markt.
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Fonds mit grünem Daumen: Rendite und Verantwortung
Der Nachhaltigkeitstrend zeigt sich auch deutlich in der österreichischen Investmentlandschaft. Der Raiffeisen Nachhaltigkeit Aktienfonds verwaltete zum 27. Mai 2026 ein Volumen von 1,52 Milliarden Euro. Mindestens 51 Prozent des Fondsvolumens fließen in nachhaltige Investments. Die Bilanz kann sich sehen lassen: ein Plus von 9,14 Prozent seit Jahresbeginn und ein Dreijahreswachstum von 31,58 Prozent. Ausgeschlossen sind Rüstung, Kohle und Unternehmen mit Menschenrechtsverstößen. Zu den Top-Positionen zählen Tech-Giganten wie NVIDIA, Alphabet und Apple.
Steuerliche Neuerungen und der Blick aufs große Ganze
Das regulatorische Umfeld bleibt in Bewegung. Ein für den 2. Juni 2026 angesetztes Steuer-Update wird mehrere europäische und nationale Anpassungen behandeln, darunter das Mehrwertsteuer-Wartungserlass 2025. Steuerexperten wie Roman Haller und Maria Nagy-Auer werden die Auswirkungen dieser Änderungen für Kleinunternehmen und Bildungsdienstleistungen diskutieren.
Der gesellschaftliche Kontext dieser Berichtstrends rückt zunehmend in den Fokus. Nationale Sender haben für Ende Mai Diskussionen zum Zusammenspiel von Demografie und Wirtschaft angekündigt. Themen sind die historisch niedrigen Geburtenraten und die ungleiche Verteilung der Elternzeit zwischen Männern und Frauen. Diese sozialen Faktoren werden immer mehr zur tragenden Säule „S“ in umfassenden Nachhaltigkeitsberichten.
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