Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Regen entlastet Schifffahrt leicht - aber keine Entwarnung

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 13:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Regen lĂ€sst die PegelstĂ€nde am Rhein langsam steigen. Doch Experten warnen: FĂŒr eine spĂŒrbare Entlastung der Schifffahrt reicht das noch nicht.

  • Der Regen stoppt das weitere Absinken der PegelstĂ€nde. Die Schifffahrt sollte aber nicht zu viel erwarten, warnt ein Experte. (Archivbild)  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Der Regen stoppt das weitere Absinken der PegelstÀnde. Die Schifffahrt sollte aber nicht zu viel erwarten, warnt ein Experte. (Archivbild) - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Viele FĂ€hren sind wegen des Niedrigwassers außer Betrieb - so die FĂ€hre Bad Honnef, die mindestens bis Donnerstag einschließlich den Betrieb eingestellt hat. (Archivbild)  - Bild: Oliver Berg/dpa
    Viele FĂ€hren sind wegen des Niedrigwassers außer Betrieb - so die FĂ€hre Bad Honnef, die mindestens bis Donnerstag einschließlich den Betrieb eingestellt hat. (Archivbild) - Bild: Oliver Berg/dpa
  • Frachtschiffe können derzeit nur einen kleinen Teil der sonst ĂŒblichen Lademenge transportieren. - Bild: Bernd Thissen/dpa
    Frachtschiffe können derzeit nur einen kleinen Teil der sonst ĂŒblichen Lademenge transportieren. - Bild: Bernd Thissen/dpa
  • Der Regen stoppt das weitere Absinken der PegelstĂ€nde. Die Schifffahrt sollte aber nicht zu viel erwarten, warnt ein Experte. (Archivbild)  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Der Regen stoppt das weitere Absinken der PegelstÀnde. Die Schifffahrt sollte aber nicht zu viel erwarten, warnt ein Experte. (Archivbild) - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Niedrigwasser am Hafen: Die Kaimauer liegt meterhoch im Trockenen - Bild: Bernd Thissen/dpa
    Niedrigwasser am Hafen: Die Kaimauer liegt meterhoch im Trockenen - Bild: Bernd Thissen/dpa
Der Regen stoppt das weitere Absinken der PegelstĂ€nde. Die Schifffahrt sollte aber nicht zu viel erwarten, warnt ein Experte. (Archivbild)  - Bild: Federico Gambarini/dpa Viele FĂ€hren sind wegen des Niedrigwassers außer Betrieb - so die FĂ€hre Bad Honnef, die mindestens bis Donnerstag einschließlich den Betrieb eingestellt hat. (Archivbild)  - Bild: Oliver Berg/dpa Frachtschiffe können derzeit nur einen kleinen Teil der sonst ĂŒblichen Lademenge transportieren. - Bild: Bernd Thissen/dpa Der Regen stoppt das weitere Absinken der PegelstĂ€nde. Die Schifffahrt sollte aber nicht zu viel erwarten, warnt ein Experte. (Archivbild)  - Bild: Federico Gambarini/dpa Niedrigwasser am Hafen: Die Kaimauer liegt meterhoch im Trockenen - Bild: Bernd Thissen/dpa

Nach historischen Pegel-TiefststĂ€nden bringen die aktuellen NiederschlĂ€ge eine leichte Entlastung fĂŒr die Schifffahrt. Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) warnt aber vor ĂŒbertriebenen Erwartungen. Zwar sei das kontinuierliche Absinken der Rheinpegel zunĂ€chst gestoppt. Der besonders relevante Pegel Kaub am Mittelrhein und der Pegel Duisburg-Ruhrort fĂŒr den Niederrhein lĂ€gen aber noch weit unterhalb der bisherigen TiefststĂ€nde aus dem Jahr 2018, sagte ein Sprecher des Verbandes in Duisburg. 

Weiter zu wenig Wasser am «Nadelöhr» Kaub

Im Mittelpunkt steht vor allem das «Nadelöhr» Kaub in Rheinland-Pfalz. Hier wĂŒrde ein Anstieg in die NĂ€he des sogenannten Gleichwertigen Wasserstandes von 77 Zentimetern «die Transportsituation schon deutlich verbessern», sagte der Experte. Aktuell steht der Pegel aber bei nur 14 Zentimetern, bis Freitag rechnet die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung mit einem Anstieg auf maximal 41 Zentimeter.

In Duisburg steht der Pegel aktuell bei 1,34 Metern und damit fast 20 Zentimeter unter dem bisherigen Tiefststand von 2018. Hier wird bis Freitag mit sechs Zentimetern mehr gerechnet.

In den vergangenen Tagen war die Frachtschifffahrt auf dem Rhein sehr stark zurĂŒckgegangen, weil die GĂŒterschiffe entweder gar nicht mehr oder nur leer fahren konnten. Außerdem verkehrten zahlreiche FĂ€hren nicht mehr; unter anderem, weil die Anleger zu den Schiffen durch den niedrigen Wasserstand zu steil aufragten.

Hafengesellschaft: Lademenge derzeit nur ein FĂŒnftel des Üblichen 

Auch die Betreibergesellschaft des Duisburger Hafens bewertet die Lage weiterhin als angespannt. Wegen der NiederschlÀge gehe man in der Prognose aber von einer leichten Erholung aus, sagte der KonzernbevollmÀchtigte Binnenschifffahrt, Joachim Holstein, der Deutschen Presse-Agentur. Die Schiffe könnten dann wieder etwas mehr laden.

Man habe in Duisburg den Vorteil, dass der Hafen derzeit auch von großen Schiffen noch angefahren werden könne, so Holstein. «Sie kommen aber nicht mehr weiter Richtung Köln oder Richtung Mannheim oder noch weiter Richtung Basel.» Die Schiffe können allerdings deutlich weniger transportieren. Holstein schĂ€tzt, dass sie derzeit noch rund 20 Prozent der sonst ĂŒblichen Ladung an Bord nehmen können.

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