Rentenkommission, ReformvorschlÀge

Rentenkommission: 30 ReformvorschlÀge am 23. Juni prÀsentiert

19.06.2026 - 10:23:09 | boerse-global.de

SozialverbÀnde lehnen höheres Renteneintrittsalter ab und fordern stabile Leistungen. Die Empfehlungen der Kommission werden am 23. Juni prÀsentiert.

Rentenkommission: 30 ReformvorschlĂ€ge fĂŒr stabile Alterssicherung
Rentenkommission - Eine Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters, die sich in einem modernen Konferenzraum ĂŒber Rentenreformen und Altersvorsorge unterhalten. 19.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Die offizielle Übergabe der Kommissionsempfehlungen steht unmittelbar bevor.

Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit

VdK-PrĂ€sidentin Verena Bentele warnte heute davor, den demografischen Wandel als Ausrede fĂŒr LeistungskĂŒrzungen zu missbrauchen. „Wir brauchen eine sozial gerechte und zukunftssichere Reform“, sagte sie. Nötig sei zudem eine konsequente Steuerfinanzierung versicherungsfremder Leistungen.

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Derzeit ist jeder fĂŒnfte Mensch in Deutschland von Altersarmut bedroht, so das Statistische Bundesamt.

Klare Absage an Rente mit 70

Auch SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier sprach sich gegen eine Anhebung des Renteneintrittsalters aus. Ihr Verband lehne lÀngere Lebensarbeitszeiten entschieden ab. Hintergrund: Wirtschaftsministerin Reiche (CDU) hatte die Rente mit 70 ins Spiel gebracht.

Engelmeier fordert stattdessen ein dauerhaft stabiles Rentenniveau und eine verlÀssliche Finanzierung.

30 ReformvorschlÀge liegen vor

Die Rentenkommission unter Leitung von Prof. Constanze Janda und Frank-JĂŒrgen Weise schloss ihre Arbeit gestern ab. Die 13 Mitglieder einigten sich auf insgesamt 30 VorschlĂ€ge. Das Gesamtpaket wird von allen getragen, einzelne Punkte sind jedoch nicht einstimmig beschlossen.

Die offizielle PrĂ€sentation ist fĂŒr Dienstag, den 23. Juni, geplant. Bundeskanzler Merz und Sozialministerin Bas sollen die Empfehlungen gemeinsam entgegennehmen. Ziel der Regierung: ein Reformpaket noch vor der parlamentarischen Sommerpause.

Streit um Leistungen und Finanzierung

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Schon vor Veröffentlichung zeichnen sich heftige politische Differenzen ab. Kanzler Merz kĂŒndigte am Rande des G7-Gipfels eine „sehr weitreichende Reform“ an. Der CDU-Wirtschaftsrat forderte dagegen bereits den Abbruch von Grundrente, MĂŒtterrente und Rente mit 63.

SPD-Politikerin Schwesig lehnt eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung ab. Ihre Forderung: Beamte sollen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

Einen gemeinsamen Vorstoß prĂ€sentierten der CDU-Abgeordnete Nacke und der GrĂŒnen-Politiker Grau. Sie sprechen sich gegen die Rente mit 63 aus und fordern eine obligatorische betriebliche Altersvorsorge. Zudem kritisieren sie Minijobs als Sackgasse fĂŒr die Altersvorsorge und verlangen eine stĂ€rkere Steuerfinanzierung nicht beitragsgedeckter Leistungen.

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