Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Rhein-FĂ€hren fahren wieder

Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 12:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der sonnige Sommer hÀtte die GeschÀfte von Rhein-FÀhren ankurbeln können, doch das Gegenteil war der Fall: Es war so wenig Wasser im Rhein, dass die FÀhren nicht mehr fahren konnten. Bis jetzt.

  • Die meisten RheinfĂ€hren fahren wieder, allzu viele Passagiere sind bei wechselhaftem Wetter aber nicht an Bord: Hier ein Blick auf die FĂ€hre von DĂŒsseldorf-Urdenbach nach Zons. - Bild: Wolf von Dewitz/dpa
    Die meisten RheinfĂ€hren fahren wieder, allzu viele Passagiere sind bei wechselhaftem Wetter aber nicht an Bord: Hier ein Blick auf die FĂ€hre von DĂŒsseldorf-Urdenbach nach Zons. - Bild: Wolf von Dewitz/dpa
  • Mit dem Auto auf der FĂ€hre von Zons nach DĂŒsseldorf: Seit Samstag geht das wieder.  - Bild: Thomas Banneyer/dpa
    Mit dem Auto auf der FĂ€hre von Zons nach DĂŒsseldorf: Seit Samstag geht das wieder. - Bild: Thomas Banneyer/dpa
Die meisten RheinfĂ€hren fahren wieder, allzu viele Passagiere sind bei wechselhaftem Wetter aber nicht an Bord: Hier ein Blick auf die FĂ€hre von DĂŒsseldorf-Urdenbach nach Zons. - Bild: Wolf von Dewitz/dpa Mit dem Auto auf der FĂ€hre von Zons nach DĂŒsseldorf: Seit Samstag geht das wieder.  - Bild: Thomas Banneyer/dpa

Nach wochenlanger Zwangspause nehmen immer mehr RheinfĂ€hren aufgrund gestiegener PegelstĂ€nde den Betrieb wieder auf. Nach 29 Tagen Pause im Juli und August fahre man seit Samstagmorgen endlich wieder, sagte einer der Betreiber der RheinfĂ€hre zwischen dem DĂŒsseldorfer SĂŒden und Zons (Dormagen), Jens Jansen, der Deutschen Presse-Agentur. Zu den finanziellen Folgen der mehrwöchigen Zwangspause sagte er: «Da wir im FrĂŒhjahr und Sommer einen Großteil unserer Einnahmen erzielen, sind die wirtschaftlichen Folgen natĂŒrlich erheblich.» 

Die FĂ€hre ist neben Autofahrern auch bei Fahrradfahrern und FußgĂ€ngern beliebt, die von DĂŒsseldorf aus einen Ausflug zur historischen Altstadt von Zons machen - besonders am Wochenende bei schönem Wetter ist der Andrang groß. Nicht so in diesem Jahr - Trockenheit und extremes Niedrigwasser fĂŒhrten zu der Zwangspause. «Das ist bitter, aber so ist die Natur», sagt Jansen. Am Samstagvormittag waren bei mĂ€ĂŸigem Wetter, bei dem sich Regen und Sonne abwechselten, nur wenige Autos und Fahrradfahrer an Bord. 

Das FĂ€hrunternehmen, in dem auch sein Vater und sein Bruder arbeiten, hat fĂŒnf Festangestellte und fĂŒnf Aushilfen. «Wir waren kurz davor, Kurzarbeit zu beantragen.» Er sei erleichtert, dass es nun endlich wieder losgehe.

Die FĂ€hre des Heimat- und BĂŒrgervereins Bislich, die zwischen Xanten und Wesel am Niederrhein verkehrt, fing ebenfalls am Samstag wieder an, dies nach drei Wochen Pause. «Es klappt, wir sind unterwegs», sagte FĂ€hrleiter Philipp Feine. «Das war unsere lĂ€ngste naturbedingte Zwangspause, beim Niedrigwasser 2022 waren es zwei Wochen.» Nur bei einem Getriebeschaden habe es mal lĂ€nger gebraucht, bis man wieder starten konnte.

PegelstÀnde sind weiterhin recht niedrig

Die FĂ€hre Weiß in Köln nahm am Freitag wieder den Betrieb auf, bei der FĂ€hre Siebengebirge in Bad Honnef (NRW) und bei der FĂ€hre in Kaub (Rheinland-Pfalz) ging es bereits am vergangenen Donnerstag wieder los. «Es hat sich entspannt - aber wer weiß, was in diesem Sommer noch kommt», heißt es von der FĂ€hrgemeinschaft Kaub. Elf Tage lang habe man nicht fahren können.

In Bad Honnef gibt es noch EinschrĂ€nkungen: Wegen des weiterhin recht niedrigen Pegelstandes werden keine Wohnmobile oder Transporter befördert, sondern nur Autos bis zur GrĂ¶ĂŸe eines VW-Busses. Die RheinfĂ€hre zwischen Bad Breisig und Bad Hönningen (Rheinland-Pfalz) schrĂ€nkte das Maximalgewicht pro Fahrzeug auf 7,5 Tonnen ein, mit einer speziellen Niedrigwasserrampe konnte der FĂ€hrbetrieb aufrechterhalten werden.

Bei der Hitdorfer PersonenfĂ€hre, die im Juli normalerweise durchschnittlich 350 Menschen von Leverkusen nach Köln oder zurĂŒck befördert, soll der Betrieb frĂŒhestens am Montag wieder losgehen, wie eine Sprecherin der Stadt Leverkusen sagt. Die seit Juli mehr als 30-tĂ€gige Zwangspause habe zu Einbußen von etwa 30.000 Euro gefĂŒhrt.

Die PegelstĂ€nde am Rhein hatten in diesem Monat historische TiefststĂ€nde erreicht, in DĂŒsseldorf fiel der Wert in den Minusbereich. Die Fahrrinne ist deutlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer, in DĂŒsseldorf sind das 1,59 Meter. In den vergangenen Tagen ging es deutlich aufwĂ€rts, in der NRW-Landeshauptstadt wurde am Samstagmorgen ein Wert von 31 Zentimetern erwartet. Das ist allerdings weiter ein relativ niedriger Wert.

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