Robotaxis: Uber startet Pilotbetrieb mit Sicherheitsfahrer in MĂŒnchen
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 06:33 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSUber will in KĂŒrze erstmals Robotaxis in Deutschland einsetzen und dafĂŒr einen Pilotbetrieb in MĂŒnchen starten. Die Fahrzeuge sollen zunĂ€chst gemeinsam mit den Partnern Momenta und Autobrain sowie mit einem Sicherheitsfahrer getestet werden.
Pilotbetrieb zunÀchst mit Sicherheitsfahrer
âWir sind kurz vor dem Start unseres Pilotbetriebs fĂŒr autonome Fahrzeuge in MĂŒnchenâ, sagte Uber-Chef Dara Khosrowshahi dem âHandelsblattâ. Wann Kunden vollstĂ€ndig fahrerlos durch MĂŒnchen fahren können, ist demnach noch offen.
Im ersten Schritt will Uber prĂŒfen, ob sich die Fahrzeuge sicher durch die Stadt bewegen. Erst wenn das Unternehmen von den FĂ€higkeiten der Fahrzeuge vollstĂ€ndig ĂŒberzeugt ist, soll der Sicherheitsfahrer entfallen.
Autonomes Fahren bereits in anderen Regionen
In Teilen des Nahen Ostens und in Dubai sind Uber-Fahrzeuge nach Angaben des Unternehmens bereits komplett autonom unterwegs. FĂŒr Zagreb rechnet Khosrowshahi damit, im kommenden Jahr einen Roboter ohne Sicherheitsfahrer einsetzen zu können.
Milliarden fĂŒr Fahrzeuge und Infrastruktur
Uber will in den kommenden Jahren Milliarden Dollar in Fahrzeuge, Depots und weitere Infrastruktur fĂŒr den autonomen Betrieb investieren. Dadurch sollen auch in Deutschland viele neue ArbeitsplĂ€tze entstehen.
Mit schnellen Gewinnen rechnet der Uber-Chef nicht. In den kommenden fĂŒnf Jahren werde es zunĂ€chst um Sicherheit und Wachstum gehen; unter Einbeziehung der Infrastrukturkosten könne es sieben bis zehn Jahre bis zu echten Gewinnen dauern.
Der MĂŒnchner Pilotbetrieb markiert fĂŒr Uber den Einstieg in den deutschen Markt fĂŒr autonome Fahrdienste. ZunĂ€chst bleibt der Einsatz auf Tests mit Sicherheitsfahrer und Partnerunternehmen begrenzt. Damit steht nicht der sofortige fahrerlose Regelbetrieb im Mittelpunkt, sondern die Erprobung unter den Bedingungen einer dicht befahrenen europĂ€ischen GroĂstadt.
Autonome Fahrzeuge mĂŒssen in MĂŒnchen mit komplexen Verkehrssituationen, Baustellen, Radfahrern, FuĂgĂ€ngern und wechselnden Wetterbedingungen umgehen. FĂŒr Uber ist die Sicherheit deshalb zugleich eine technische und eine regulatorische Voraussetzung. Erst wenn die Fahrzeuge im Test zuverlĂ€ssig reagieren, soll der Sicherheitsfahrer entfallen.
Investitionen und langer Weg zur ProfitabilitÀt
Die angekĂŒndigten Milliardeninvestitionen betreffen nicht nur die Fahrzeuge selbst. Zum erforderlichen System gehören auch Depots, Wartung, Lade- und Dateninfrastruktur sowie die Einbindung in den Vermittlungsdienst. Die Aussage, dass in den ersten fĂŒnf Jahren Sicherheit und Wachstum wichtiger als Gewinne seien und echte Gewinne erst nach sieben bis zehn Jahren erwartet wĂŒrden, zeigt den langfristigen Charakter des GeschĂ€ftsmodells.
FĂŒr FahrgĂ€ste könnte autonome MobilitĂ€t perspektivisch neue Angebote und eine gröĂere VerfĂŒgbarkeit schaffen. Gleichzeitig berĂŒhrt sie Fragen zur Aufsicht, Haftung, Datennutzung und zur Rolle menschlicher Fahrer. Der MĂŒnchner Test soll zunĂ€chst zeigen, ob sich die Technologie im Alltagsverkehr bewĂ€hrt; ein Zeitpunkt fĂŒr vollstĂ€ndig fahrerlose Kundenfahrten steht noch nicht fest.
