ROUNDUP, Feuer

Erneut Feuer auf Handelsschiff vor RumĂ€niens KĂŒste

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 13:53 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Vor der KĂŒste RumĂ€niens ist erneut ein Feuer auf einem Handelsschiff ausgebrochen.

Bei dem Zwischenfall am frĂŒhen Morgen im Schwarzen Meer rund 24 Kilometer von der Stadt Sulina konnten zunĂ€chst vier Seeleute gerettet werden. SpĂ€ter wurde ein fĂŒnfter Matrose, der ursprĂŒnglich als vermisst galt, lebend auf dem Schiff gefunden. Das teilte die Schifffahrtsbehörde in der Schwarzmeer-Hafenstadt Constanta auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Sieben Seeleute wĂŒrden weiter vermisst. Eine Lösch- und Rettungsaktion sei im Gange, hieß es weiter.

Ob der Brand durch einen Treffer mit einer Drohne ausgelöst wurde, konnte die Behörde weder bestĂ€tigen noch ausschließen. Auch RumĂ€niens StaatsprĂ€sident Nicusor Dan wollte dazu auf Anfragen von Journalisten in BrĂŒssel keine Angaben machen. Allerdings wolle er am Rande des laufenden EU-Gipfels auch mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte ĂŒber die jĂŒngsten Drohnen-VorfĂ€lle im Schwarzen Meer sprechen, zusammen mit Bulgariens MinisterprĂ€sident Rumen Radew, sagte Dan.

Zuvor hatten rumÀnische Medien berichtet, dass die Besatzungen anderer Schiffe in der NÀhe einen Drohnenangriff auf das in Brand gesetzte Schiff beobachtet hÀtten.

Die Stadt Sulina liegt an der MĂŒndung der Donau ins Schwarze Meer. Das Schiff, ein Tanker fĂŒr chemische Substanzen, war nach Angaben der rumĂ€nischen Behörde unter der Flagge von San Marino unterwegs. In der Nacht habe RumĂ€niens Luftabwehr im Raum Sulina eine Drohne aus Richtung der nahe gelegenen Ukraine gesichtet, die aber nach einer Minute wieder vom Radar verschwand, wie das Verteidigungsministerium in Bukarest berichtete.

Vermehrt ZwischenfÀlle in RumÀnien und Bulgarien

Zu einem Ă€hnlichen Zwischenfall bei Sulina war es bereits am Mittwochabend gekommen. Dabei war Feuer auf einem unbeladenen Schiff ausgebrochen, das unter der Flagge der Komoren-Insel fuhr. Die Besatzung konnte den Brand noch vor Eintreffen der Seeretter löschen und blieb unverletzt. Ob in diesem Fall ein Drohnen-Treffer die Ursache war, sollen nun die Behörden prĂŒfen, sagte RumĂ€niens Verteidigungsminister Radu Miruta.

Erst vor neun Tagen war nahe dem rumĂ€nischen Schwarzmeer-Ort Sfantu Gheorghe in der ausschließlichen Wirtschaftszone RumĂ€niens ein mit Getreide beladenes tĂŒrkisches Handelsschiff von einer Drohne getroffen worden und gesunken. Zwei Seeleute kamen dabei ums Leben.

Zuletzt hÀuften sich im Schwarzen Meer die Drohnenangriffe auf Handelsschiffe. Betroffen waren in den vergangenen Tagen auch mehrere Schiffe in Schwarzmeer-Wirtschaftszonen des Nachbarlands Bulgarien. Im rumÀnischen Luftraum werden seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die benachbarte Ukraine immer wieder Drohnen im Zuge von russischen Angriffen auf ukrainische DonauhÀfen gesichtet.

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