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Sachsen-Anhalt/ MP-Wahl: CDU will im dritten Wahlgang im Plenarsaal sein

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 08:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bei einem dritten Wahlgang einer MinisterprÀsidentenwahl in Sachsen-Anhalt wollen die CDU-Abgeordneten anders als beim ersten und möglichen zweiten Durchgang im Plenarsaal sein.

"In einem dritten Wahlgang, wo die einfache Mehrheit zĂ€hlt - sollte es dazu kommen, dann wĂ€ren wir natĂŒrlich auch im Plenum", sagte Sachsen-Anhalts geschĂ€ftsfĂŒhrender MinisterprĂ€sident und CDU-Fraktionschef Sven Schulze im ZDF-"Morgenmagazin".

CDU-Verhalten von Kandidaturen abhÀngig

Wie sich die Abgeordneten dann bei einer Abstimmung verhalten, hÀnge aber auch von der jeweiligen Situation ab. "Gibt es dann einen Kandidaten, gibt es mehrere Kandidaten?", skizzierte Schulze mögliche Optionen.

Die CDU-Fraktion hatte sich am Dienstag in einer Sitzung darauf verstĂ€ndigt, bei der fĂŒr Dezember angepeilten MinisterprĂ€sidentenwahl den Saal zu verlassen. 14 der 15 Abgeordneten hĂ€tten dafĂŒr gestimmt, der vorherige Fraktionschef Guido Heuer wolle sich juristisch noch einmal beraten lassen mit Blick auf weitere WahlgĂ€nge und habe sich enthalten, hatte Schulze gesagt. Im ersten und zweiten Wahlgang ist jeweils die absolute Mehrheit nötig - AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund brĂ€uchte hier also UnterstĂŒtzung von anderen Parteien, um gewĂ€hlt zu werden. In einem möglichen dritten Wahlgang ist gewĂ€hlt, wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhĂ€lt.

Siegmund, der die AfD bei der Landtagswahl zum Wahlsieg brachte, hat fĂŒr Dezember angekĂŒndigt, sich im Landtag zur Wahl zu stellen. Er will nur fĂŒr einen Wahlgang zur VerfĂŒgung stehen.

Landtag berÀt Antrag zum Krieg in der Ukraine

Der Landtag in Sachsen-Anhalt kommt heute zu einer Sondersitzung zusammen, um ĂŒber einen Antrag von AfD und BSW zu beraten. Er trĂ€gt den Titel "FriedensgesprĂ€che statt Ausweitung des Krieges in der Ukraine" und fordert eine Bundesratsinitiative Sachsen-Anhalts zu dem Thema. Die Linke sowie SPD und GrĂŒne legen AlternativantrĂ€ge vor.

Sven Schulze nannte die Sitzung "eine Show" von AfD und BSW. Die Landesregierung sei nicht verpflichtet, den Antrag umzusetzen, sollte er angenommen werden. "Wir werden aber trotzdem uns als Landesregierung natĂŒrlich mit allen Themen, auch mit diesem heutigen Antrag und den Ergebnissen der heutigen Landtagssitzung, auseinandersetzen", sagte er.

BSW-Fraktionschef Thomas Schulze sprach von einer Signalwirkung, die von dem Antrag ausgehe. "Es geht auch darum, ĂŒber die falschen Sanktionen gegenĂŒber Russland zu sprechen. Und darum, das Leben hier wieder bezahlbar zu machen. Deutschland darf nicht bei seiner aktuellen Kriegsrhetorik bleiben", sagte Schulze der "Mitteldeutschen Zeitung".

Russland ĂŒberzieht die Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Deutschland unterstĂŒtzt das angegriffene Land mit Waffen und Geld.

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