Schlappe, Trump

Schlappe fĂŒr Trump im Streit um 20.000 WĂ€hler in Kalifornien

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 06:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die US-Regierung von PrĂ€sident Donald Trump hat im Rechtsstreit um 20.000 WĂ€hler im demokratisch regierten Bundesstaat Kalifornien eine Niederlage hinnehmen mĂŒssen.

Das Justizministerium verdĂ€chtigte Kalifornien, rund 20.000 Menschen zu den sogenannten Midterms zuzulassen, obwohl sie gar keine StaatsbĂŒrger seien. Der zustĂ€ndige Richter wies den Antrag auf eine einstweilige VerfĂŒgung zurĂŒck und argumentierte, die Maßnahme hĂ€tte "verheerende Folgen" fĂŒr die IntegritĂ€t der Wahl.

"Nie zuvor in der amerikanischen Geschichte" habe eine US-Regierung versucht, Bundesstaaten auf diese Weise und kurz vor der Wahl ihrer Rechte zu berauben, hieß es zur BegrĂŒndung. Das Abhalten von Wahlen liegt in den USA maßgeblich in der Hand der Bundesstaaten selbst.

Am kommenden Dienstag werden in den USA unter anderem das US-ReprÀsentantenhaus sowie rund ein Drittel der Sitze des Senats neu gewÀhlt.

US-Regierung unternahm mehrere Versuche gegen Kalifornien

Die US-Regierung wollte mit der Klage gegen Kalifornien erreichen, dass Briefwahlstimmzettel, die von mutmaßlich nicht wahlberechtigten Personen zurĂŒckgesandt werden, gesondert aufbewahrt und nicht in WahlauszĂ€hlungen einfließen dĂŒrfen, bis die IdentitĂ€t geklĂ€rt ist. Die US-Regierung wirft Kalifornien vor, wissentlich zuzulassen, dass Nicht-US-StaatsbĂŒrger wĂ€hlen. Als Kalifornien dem nicht nachkam, zog das Justizministerium vor Gericht.

Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, wandte sich das US-Heimatschutzministerium bereits im Juli an die Verantwortlichen in Kalifornien und warnte, ĂŒber 190.000 Nicht-StaatsbĂŒrger seien als WĂ€hler registriert. Der Bundesstaat habe daraufhin die Grundlage der Behauptung erfragt, da die Verantwortlichen in Kalifornien noch gar keine WĂ€hlerliste mit dem Ministerium geteilt hĂ€tten. Doch das Ministerium erwiderte die Anfrage nicht.

Regierung schĂŒrt Zweifel an IntegritĂ€t von Wahlen

Der Richter schrieb, untergrabenes Vertrauen in die Demokratie sei irreparabel. "Sobald eine Stimme ausgesondert wird, ist ein bleibender Schaden entstanden." Vor allem sei die Demokratie in Gefahr, wenn die Exekutive dabei mit unbewiesenen VorwĂŒrfen agiere.

Die Trump-Regierung schĂŒrt immer wieder Zweifel daran, dass US-Wahlen rechtmĂ€ĂŸig ablaufen. Trump behauptet immer wieder, er habe die PrĂ€sidentschaftswahl 2020 gegen den Demokraten Joe Biden gewonnen. Doch das ist mehrfach widerlegt.

Die Trump-Regierung hatte vor den Wahlen versucht, die Briefwahlregeln zu verschĂ€rfen. Das Vorhaben scheiterte allerdings vor dem Obersten Gerichtshof. Kritiker warfen Trump vor, dass er mit seinen PlĂ€nen die Stimmabgabe per Briefwahl erschweren und so die Demokratische Partei benachteiligen wolle. Deren WĂ€hlerschaft entscheidet sich traditionell hĂ€ufiger fĂŒr die Briefwahl.

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