Schleswig-Holsteins SPD-Spitzenkandidat schließt Koalition mit Linken aus
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 06:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Ich sehe derzeit keinerlei Perspektive für eine Koalition", sagte der Herausforderer von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. "Politisch ist die Linkspartei hier weit davon entfernt, in einer schwierigen Situation Verantwortung übernehmen zu können und zu wollen." Vor allem bei der inneren Sicherheit sowie in der Haushalts- und Wirtschaftspolitik seien die Unterschiede zu groß.
"Es handelt sich um eine politisch sehr abgeschottete Gruppe ohne Bereitschaft und Fähigkeit zu echter Verantwortungsübernahme", sagte Kämpfer. Ihm fehle zudem jegliche Phantasie für eine Viererkoalition mit der Linken. Die Linke ist derzeit nicht im Landtag vertreten, hat nach jüngsten Umfragen aber Chancen auf einen Wiedereinzug bei der Landtagswahl im April 2027. In Umfragen liegt die CDU aktuell klar vorn, muss im Vergleich zu 2022 aber mit deutlichen Einbußen rechnen.
Um nach 2017 wieder in die Staatskanzlei einzuziehen, müssen die Sozialdemokraten nach Einschätzung Kämpfers bei der Wahl nicht zwangsläufig vor der CDU landen. "Mein Plan A ist eine Neuauflage der Küstenkoalition mit Grünen und SSW. Das ist ehrgeizig, aber möglich." Eine Viererkonstellation habe nicht die notwendige Stabilität, die das Land brauche. "Notwendig ist eine gute Mischung aus echter Veränderung, Akzeptanz und einer breiten Basis."
Der 54 Jahre alte frühere Kieler Oberbürgermeister war im September mit 94,9 Prozent zum Spitzenkandidaten der Nord-SPD für die Landtagswahl am 18. April gewählt worden. Bei der Landtagswahl 2022 war die SPD hinter CDU (43,4 Prozent) und Grünen (18,3 Prozent) mit 16 Prozent nur auf Platz drei gelandet. Seitdem regiert Schwarz-Grün.
