Schulgewalt Brandenburg: Zwei Tote bei Messerangriff in Gosen
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 00:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am 27. August 2026 ereignete sich an der privaten Docemus-Schule in Gosen-Neu Zittau im Landkreis Oder-Spree eine folgenschwere Gewalttat. Eine 18-jährige Schülerin sowie ein 30-jähriger Hausmeister kamen bei einem Messerangriff ums Leben.
Die Polizei nahm kurz nach dem Vorfall einen 19-jährigen Tatverdächtigen fest. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden handelt es sich um eine Beziehungstat; eine Amoklage im klassischen Sinne wurde ausgeschlossen.
Hintergründe und Tathergang am Docemus-Campus
Der Vorfall löste am frühen Donnerstagnachmittag einen großräumigen Polizeieinsatz aus. Um 13:45 Uhr wurde am Schulstandort Amokalarm ausgelöst, nachdem der bewaffnete Angreifer auf dem Gelände erschienen war. Die Polizei gab an, dass sich das Opfer und der mutmaßliche Täter kannten. Der 19-jährige deutsche Staatsbürger, bei dem es sich um den Ex-Freund der getöteten Schülerin handelt, soll die junge Frau gezielt angegriffen haben.
Ein 30-jähriger Mann, der als Hausmeister an der Schule tätig war und kein Mitglied des Lehrkörpers war, versuchte nach Angaben der Polizei einzugreifen. Bei diesem Versuch wurde er ebenfalls tödlich verletzt. Weitere Personen wurden bei dem Angriff nicht verletzt. Einsatzkräfte der Polizei sperrten das Gelände weiträumig ab. Neben zahlreichen bewaffneten Beamten waren fünf Rettungswagen und zwei Hubschrauber vor Ort im Einsatz.
Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen
Der festgenommene 19-Jährige ist den Behörden bereits aus der Vergangenheit bekannt. Die Polizei bestätigte, dass gegen den jungen Mann zuvor Ermittlungen wegen Volksverhetzung geführt worden waren. Zum aktuellen Zeitpunkt konzentrieren sich die Ermittlungen der Kriminalpolizei auf die genauen Umstände der Tat, die von der Landtagspräsidentin als feiger Femizid eingeordnet wurde.
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Die Polizei hat für sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung eine Telefonnummer (0331/505905) geschaltet. Ermittler suchen nach Zeugen, die Beobachtungen im Umfeld des Campus oder im Vorfeld der Tat gemacht haben.
Notfallbetreuung und Auswirkungen auf den Schulbetrieb
Unmittelbar nach der Sicherung des Geländes wurden die Schülerinnen und Schüler in der schuleigenen Turnhalle gesammelt. Dort übernahmen Notfallseelsorger die psychologische Erstbetreuung, bevor die Jugendlichen an ihre Eltern übergeben werden konnten. Das zuständige Schulamt kündigte umfassende Unterstützung für die betroffene Bildungseinrichtung an.
Für den Freitag nach dem Vorfall wurde der reguläre Unterricht an der Docemus-Schule abgesagt. Die Einrichtung bleibt jedoch geöffnet, um Schülern, Lehrkräften und Angestellten Raum für Gespräche und die Aufarbeitung der Ereignisse mit professioneller Unterstützung zu bieten.
Reaktionen aus der Landespolitik
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Die Tat löste über die Region hinaus Bestürzung aus. Ministerpräsident Dietmar Woidke erklärte, dass dieser Vorfall das gesamte Land erschüttere. Auch Innenminister Redmann äußerte sich zu dem Ereignis und sprach den eingesetzten Polizeikräften seinen Dank für das schnelle Eingreifen aus.
Die politische Einordnung als Femizid durch die Landtagspräsidentin unterstreicht die Schwere der Tat im Kontext von Gewalt gegen Frauen in bestehenden oder ehemaligen Beziehungen.
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