Schutzmaterial-Entsorgung: 250 Mio. Euro Lagerwert wird vernichtet
10.06.2026 - 06:50:47 | boerse-global.de
Das Bundesgesundheitsministerium hat Anfang Juni die Vernichtung von rund 2.174 Tonnen Schutzmaterial ausgeschrieben. In Ulm lagern Masken, Schutzbrillen und Spritzen im Wert von geschätzt 250 Millionen Euro. Das Problem: Sie sind abgelaufen oder qualitativ mangelhaft.
87 Lastkraftwagen werden für den Abtransport benötigt. Die Entsorgung soll bis November 2027 abgeschlossen sein. Die Kosten dafür: 715.000 Euro netto. Zum Vergleich: Die jährlichen Lagerkosten für diesen Bestand lagen bei rund 47 Millionen Euro. Besonders bitter: Rund 1,2 Milliarden Masken wurden als minderwertige Ware eingestuft. Eine strenge Qualitätsprüfung beim Wareneingang hätte das verhindern können.
Mangelhafte Schutzausrüstung oder abgelaufene Bestände sind nur ein Teil rechtlicher Risiken im Arbeitsschutz – oft scheitert die Sicherheit schon an einer fehlerhaften Dokumentation. Dieser kostenlose Report hilft Ihnen, rechtssichere Gefährdungsbeurteilungen zu erstellen, die vor jeder Aufsichtsbehörde standhalten. Rechtssichere Gefährdungsbeurteilung: Jetzt kostenlose Vorlagen sichern
Digitale Systeme gegen Materialverfall
Überbeschaffung und ablaufende Bestände sind kein reines Behördenproblem. Auch in Industriebetrieben landet PSA regelmäßig im Müll. HAHN+KOLB hat deshalb einen digitalen Konfigurator für Ausgabesysteme vorgestellt. Der „Finder" hilft Betrieben, passende Software- und Modulkombinationen für die automatisierte Werkzeug- und PSA-Ausgabe zu identifizieren.
Solche Systeme überwachen Bestände lückenlos. Mitarbeiter haben jederzeit Zugriff auf zertifizierte Ausrüstung – und zwar genau dann, wenn sie sie brauchen. Auf der ASSP Safety 2026 Conference & Expo in Anaheim Mitte Juni zeigt die Global Industrial Company weitere Neuheiten zu PSA, Leckagemanagement und Rammschutz.
Formaldehyd-Unfall zeigt Risiken
Dass funktionierende Notfallketten lebenswichtig sind, zeigte ein Vorfall in Haiger. Am 8. Juni wurde in einer Spedition ein Fass beschädigt – Formaldehyd trat aus. Die Feuerwehr sicherte die Chemikalie mit speziellen Bindemitteln. 18 Mitarbeiter wurden vorsorglich betriebsärztlich untersucht.
Der Umgang mit Gefahrstoffen wie Formaldehyd erfordert eine präzise Einschätzung aller Risiken, um schwere Unfälle und rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Sichern Sie sich das gratis E-Book mit praxiserprobten Checklisten für eine behördlich anerkannte Gefährdungsbeurteilung im Bereich Gefahrstoffe. Gratis-E-Book für Gefahrstoff-Gefährdungsbeurteilungen herunterladen
In Österreich gibt die AUVA basierend auf der Arbeitsstättenverordnung detaillierte Leitlinien für Erste-Hilfe-Koffer vor. Die Einhaltung dieser Standards entscheidet im Ernstfall über schnelle Versorgung.
Akkreditierte Prüfungen als Qualitätsgarant
Am Internationalen Tag der Akkreditierung (9. Juni) betonte das Kunststoff-Zentrum SKZ: Unabhängige Prüfverfahren erhöhen die Rechtssicherheit für Hersteller und minimieren Risiken für Anwender.
Auch neue Normen treiben die Sicherheit voran. Die Produktnorm IEC 61643-41 definiert Anforderungen an Überspannungsschutzgeräte in DC-Niederspannungsnetzen bis 1500 Volt. Betroffen sind Industrieanlagen, Energiespeicher und Ladeinfrastrukturen. Und für Flüssiggasanlagen in Fahrzeugen gilt seit Juni 2025 das DVGW-Arbeitsblatt G 607: Sachkundige müssen ihre Gasprüfungs-Schulung alle fünf Jahre auffrischen.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
Für. Immer. Kostenlos.
