Schweißen im Stahlbau: 10. Auflage regelt EU-Zertifizierung für Betriebe
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 10:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am 12. August 2026 hat DIN Media die zehnte Auflage des Normen-Handbuchs „Schweißen im Stahlbau“ vorgelegt. Die Neuveröffentlichung aus Berlin adressiert die komplexen regulatorischen Anforderungen an Fachbetriebe und konzentriert sich dabei insbesondere auf die Herstellerzertifizierung für den europäischen Markt. Mit einem Umfang von 1301 Seiten dient das Werk als zentrale Referenz für die Umsetzung technischer Standards in der Baupraxis.
Umfassendes Regelwerk für die Baupraxis
Die nun erschienene 10. Auflage des Handbuchs bündelt wesentliche Normen und technische Regeln, die für die Herstellung von Stahl- und Aluminiumkonstruktionen unerlässlich sind. Ein Kernaspekt der Publikation ist die detaillierte Erläuterung der Herstellerzertifizierung nach DIN EN 1090-1. Diese Norm regelt den Konformitätsnachweis für tragende Bauteile, die innerhalb der Europäischen Union in den Verkehr gebracht werden.
Das Handbuch bietet eine systematische Aufarbeitung der Anforderungen, die Schweißbetriebe erfüllen müssen, um eine entsprechende Zertifizierung zu erlangen und aufrechtzuerhalten.
Da tragende Stahl- und Aluminiumbauteile sicherheitskritische Elemente im Bauwesen darstellen, ist die Einhaltung dieser Standards eine Grundvoraussetzung für die rechtssichere Ausführung von Bauprojekten. Das Werk unterstützt Verantwortliche dabei, die technischen Vorgaben in betriebliche Abläufe zu integrieren.
Zertifizierung als Marktzugangsvoraussetzung
Die neue 10. Auflage des Normen-Handbuchs „Schweißen im Stahlbau“ (1301 Seiten) bündelt alle Anforderungen für die Herstellerzertifizierung nach DIN EN 1090-1. Unser Leitfaden führt Sie in 3 Schritten durch den Zertifizierungsprozess – inklusive Checkliste für die werkseigene Produktionskontrolle. Jetzt kostenlosen Zertifizierungs-Leitfaden sichern
Die Zertifizierung nach DIN EN 1090-1 ist für Hersteller von tragenden Bauteilen verpflichtend, um die CE-Kennzeichnung führen zu dürfen. Ohne diesen Nachweis ist der Vertrieb entsprechender Produkte im EU-Binnenmarkt rechtlich nicht zulässig. Das Normen-Handbuch erläutert in diesem Zusammenhang die notwendigen Schritte der werkseigenen Produktionskontrolle sowie die Anforderungen an die schweißtechnische Qualitätsprüfung.
Durch die Zusammenfassung der relevanten Dokumente in einem Band wird die Komplexität der Normenlandschaft für die Anwender reduziert. Die Publikation berücksichtigt den aktuellen Stand der Technik und die geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2026. Dies ist insbesondere für Unternehmen von Bedeutung, die ihre Schweißprozesse nach international anerkannten Qualitätsmaßstäben ausrichten müssen.
Fachliche Unterstützung für Schweißbetriebe
Neben den rechtlichen Grundlagen befasst sich das Handbuch mit den praktischen Aspekten der Schweißtechnik im konstruktiven Ingenieurbau. Es richtet sich an Schweißaufsichtspersonen, Prüfingenieure und Qualitätsmanagementbeauftragte, die für die Einhaltung der Normen verantwortlich sind.
Ohne gültige CE-Kennzeichnung ist der Vertrieb tragender Stahl- und Aluminiumbauteile im EU-Binnenmarkt nicht zulässig. Unser Leitfaden hilft Ihnen, die komplexe Normenlandschaft zu überblicken und Fehlinterpretationen zu vermeiden – mit praxisnahen Schritten zur Prozesssicherheit. Leitfaden zur Prozesssicherheit jetzt anfordern
Die detaillierten Erläuterungen zur DIN EN 1090-1 sollen dabei helfen, Fehlinterpretationen der Normtexte zu vermeiden und die Prozesssicherheit in der Fertigung zu erhöhen.
Die aktuelle Ausgabe des Normen-Handbuchs „Schweißen im Stahlbau“ ist unter der ISBN 978-3-410-39858-5 im Fachhandel oder direkt über DIN Media erhältlich. Mit der Bereitstellung dieser konsolidierten Fassung wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die Anforderungen an die Dokumentation und Ausführung im Stahl- und Aluminiumbau stetig steigen und eine fundierte Informationsbasis für die tägliche Arbeit in den Betrieben erfordern.
