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Schweizer Bericht: Atomendlager auch fĂŒr NachbarlĂ€nder sicher

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 16:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

In der Schweiz ist ein Bericht zur UmweltvertrĂ€glichkeit eines geplanten Endlagers fĂŒr atomare AbfĂ€lle veröffentlicht worden.

Das Fazit: Im Land selbst und fĂŒr die NachbarlĂ€nder gibt es keine Probleme. "Erhebliche Auswirkungen auf die Nachbarstaaten können ausgeschlossen werden", heißt es im UmweltvertrĂ€glichkeitsbericht.

Das Tiefenlager soll in Nördlich LĂ€gern bei Stadel im Kanton ZĂŒrich gebaut werden, gut zwei Kilometer von der deutschen Gemeinde Hohentengen am Hochrhein entfernt. Dort sollen in 800 bis 1.000 Metern Tiefe ab 2050 schwach- und mittelradioaktive AbfĂ€lle und ab 2060 hochradioaktive AbfĂ€lle eingelagert werden.

Berlin fordert EntschĂ€digung fĂŒr BĂŒrger

Die parlamentarische StaatssekretĂ€rin im Bundesumweltministerium in Berlin, Rita SchwarzelĂŒhr-Sutter, begrĂŒĂŸte die Veröffentlichung. Deutsche BĂŒrger können dazu nun Stellung beziehen. Sie forderte auch EntschĂ€digungen fĂŒr Anwohner: "Die Menschen vor Ort - beiderseits der Grenze - mĂŒssen die Last tragen und dafĂŒr auch angemessen entschĂ€digt werden", teilte sie mit. Dies habe die Schweizer Regierung auch zugesagt.

Zwar nehme der Bauverkehr in GrenznĂ€he zu Deutschland leicht zu, aber mit spĂŒrbarem LĂ€rm oder ErschĂŒtterungen sei nicht zu rechnen, heißt es in dem Bericht. Zur Einlagerung seien etwa drei Transporte von schwach- und mittelradioaktiven AbfĂ€llen pro Tag vorgesehen, spĂ€ter je ein Transport mit hochradioaktiven AbfĂ€llen pro Woche. Ein Schienenanschluss sei nicht vorgesehen. Das Material werde unter den strikten Vorschriften fĂŒr Gefahrguttransporte ĂŒber die Straße in das Endlager gebracht.

Weniger Strahlung als in der Natur

Eine radiologische GefĂ€hrdung von Grundwasser und OberflĂ€chengewĂ€ssern sei beim Betrieb der Anlage - also wenn das Material eingelagert wird - ausgeschlossen, heißt es weiter. "Es ist im Normalbetrieb von keiner Abgabe von radioaktiven Stoffen ĂŒber den Luft- oder Wasserpfad auszugehen." Das Lager soll im Jahr 2125 völlig verschlossen werden. Auch danach gebe es keine Gefahr. Etwaige Strahlungen lĂ€gen "deutlich unter der durchschnittlichen natĂŒrlichen Strahlung in der Schweiz."

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