Schwerdtner bedauert GesprÀchspause in Berlin
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 09:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Also ich finde das vor allem schade, dass GrĂŒne und SPD jetzt die GesprĂ€che unterbrochen haben, denn eigentlich waren wir auf einem ganz guten Weg, ĂŒber die Themen zu sprechen, die die Menschen tatsĂ€chlich bewegen", sagte Schwerdtner im ZDF-"Morgenmagazin".
Nach mĂŒhsamen Verhandlungen hatten Linke, GrĂŒne und SPD vergangene Woche vor Aufnahme der Sondierungen eine Vereinbarung geschlossen, wie sie im Falle einer Koalition mit antisemitischen VorfĂ€llen in den Reihen der Linken umgehen wollen. Angedacht sind auch Sanktionen bis hin zum Fraktionsausschluss. Am Dienstag unterschrieben die Mitglieder der Linken-Fraktion geschlossen eine inhaltlich zwar Ă€hnliche, aber andere ErklĂ€rung zu dem Thema. Daraufhin unterbrachen GrĂŒne und SPD am Dienstagabend ĂŒberraschend die seit knapp einer Woche laufenden GesprĂ€che zur Regierungsbildung in Berlin. Man wolle nun bewerten, ob die Vereinbarung von vergangener Woche noch gelte, hieĂ es.
Schwerdtner: Papier wurde nicht aufgeweicht
Nach Angaben Schwerdtners wurde das Papier nicht aufgeweicht. "Ich kann das nur noch einmal sagen. Es ist praktisch deckungsgleich derselbe Text, den alle Abgeordneten unterschrieben haben", sagte die Linken-Parteichefin. "Also mehr kann man bei aller Liebe nicht machen."
Unter den Unterzeichnern ist auch die frisch ins Parlament gewÀhlte Abgeordnete Vanessa Emde. Kritiker werfen ihr vor, nicht zum Existenzrecht Israels zu stehen. Vor diesem Hintergrund wurde spekuliert, dass sie womöglich nicht Teil der Linke-Fraktion wird.
Schwerdtner sagte weiter: "Und um das auch zu sagen, wir haben von Anfang an gesagt, wir werden keine Person auf Wunsch von anderen Parteien ausschlieĂen."
Sie glaube wirklich, "dass die Berlinerinnen und Berliner nicht so sehr interessiert, welche einzelnen SĂ€tze in einzelnen Vereinbarungen stehen", sondern dass Elif Eralp, die BĂŒrgermeisterin werden wolle, ein Schutzversprechen an alle JĂŒdinnen und Juden abgebe, sagte Schwerdtner.
