EU-Kammer: China erlaubt mehr Firmen Export seltener Erden
06.06.2025 - 09:48:35 | dpa.de
Im Streit um Chinas Exportkontrollen auf bestimmte fĂŒr die Industrie wichtige seltene Erden und Magnete sieht die EU-Handelskammer eine leichte Verbesserung der Lage. Die Zahl der Ausfuhrgenehmigungen fĂŒr europĂ€ische Firmen sei gestiegen, teilte die Kammer in Peking mit. China habe offenbar den dringendsten FĂ€llen Vorrang eingerĂ€umt, «um eine gröĂere Krise zu vermeiden», hieĂ es.
Anfang April hatte Peking wĂ€hrend des laufenden Zollstreits mit den USA sieben jener wichtigen Metalle mit allgemeinen Ausfuhrkontrollen belegt. Dadurch mussten sich Firmen auĂerhalb Chinas in einem aufwendigen Antragsprozess den Export der Rohstoffe genehmigen lassen.
Negative Auswirkungen auf ProduktionÂ
«Unsere Mitglieder haben immer noch Probleme mit dem Genehmigungsverfahren fĂŒr Exportlizenzen, sowohl wegen des Zeitaufwands als auch wegen mangelnder Transparenz», sagte KammerprĂ€sident, Jens Eskelund. Dies wirke sich negativ auf die Produktionslinien in Europa und anderen LĂ€ndern aus.Â
In Deutschland, Europa, Japan und den USA gerieten Firmen dadurch bereits unter Druck, weil seltene Erden fĂŒr Motoren oder Sensoren unabdingbar sind. Im Ernstfall könnte ein Produktionsstopp drohen.
China rechtfertigt VorgehenÂ
China ist weltweit der Hauptverarbeiter dieser Rohstoffe. Das Handelsministerium begrĂŒndete Pekings Vorgehen jĂŒngst damit, dass seltene Erden sogenannte GĂŒter mit doppeltem Verwendungszweck, also zivil oder militĂ€risch seien. Ausfuhrkontrollen dafĂŒr seien international deshalb ĂŒblich, sagte Sprecherin He Yongqian.
VerĂ€rgert ĂŒber Pekings Rohstoffpolitik ist vor allem US-PrĂ€sident Donald Trump. Nach einem GesprĂ€ch mit Chinas PrĂ€sident Xi Jinping am Vortag sagte er ohne Nennung weiterer Details, es solle keine Probleme mit den seltenen Erden mehr geben. China hatte GesprĂ€che ĂŒber seltene Erden in seiner Mitteilung nach dem Telefonat nicht erwĂ€hnt. Das AuĂenamt in Peking kommentierte die ĂuĂerungen Trumps nicht und verwies auf die bisherige Haltung der Volksrepublik zu dem Thema.
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