Selenskyj: Satelliteninternet fĂŒr Ukraine weiter gedrosselt
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 18:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTests in europĂ€ischen LĂ€ndern hĂ€tten ĂŒberdies ergeben, dass die Drosselung nur sein Land betreffe, sagte Selenskyj nach Medienberichten in Kiew. "Das heiĂt, es handelt sich um eine geplante Operation", folgerte er.
Die Satelliten der US-Firma SpaceX verfolgten nicht die Antennen auf Flugobjekten, die schneller als 161 Kilometer in der Stunde fliegen, sagte der PrÀsident. Dies behindert ukrainische Drohnen sowohl bei der Abwehr russischer Jetdrohnen als auch bei eigenen Angriffen auf mittlere Distanzen.
In einer Phase eskalierender russischer Luftangriffe klagt das ukrainische MilitĂ€r seit Mitte der Woche ĂŒber die Geschwindigkeitsbegrenzung. Starlink gehört zum Firmenreich von Elon Musk, die militĂ€risch genutzte Sonderfunktion Starshield wird nach Musks Angaben aber vom Pentagon kontrolliert. Aussagen von Musk und aus dem WeiĂen Haus gaben kein klares Bild des Vorgangs.
Tests mit Tempo 180 in EU-LĂ€ndern
Zwischenzeitlich berichteten Medien in Kiew unter Berufung auf das ukrainische MilitĂ€r, Starlink funktioniere wieder ohne Begrenzung. Zu den Tests sagte Selenskyj, man habe Autos in EU-LĂ€ndern mit einem Tempo von 180 Kilometern pro Stunde fahren lassen. Deren Satellitenverbindung sei nicht abgerissen. "Wir verfĂŒgen ĂŒber entsprechende Aufzeichnungen und Beweise", sagte Selenskyj. Wie aussagekrĂ€ftig solche Tests sind, ist aber schwer abzuschĂ€tzen.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine groĂangelegte russische Invasion. Die US-FĂŒhrung von PrĂ€sident Donald Trump versteht sich nicht mehr als UnterstĂŒtzer der Ukraine, sondern als Vermittler. In mehreren Schritten der vergangenen Woche ist Trump aber Moskau entgegengekommen und hat den Druck auf Kiew verstĂ€rkt.
