Skoda-Rückruf: 1,7 Millionen Fahrzeuge wegen möglichem Lenkungsausfall betroffen
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 15:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Volkswagen-Tochter Skoda ruft weltweit rund 1,7 Millionen Fahrzeuge zurück, weil eine fehlerhafte Schraube zum Ausfall der Lenkung führen kann.
Rund 370.000 Fahrzeuge in Deutschland
In Deutschland sind nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) rund 370.000 Fahrzeuge potenziell betroffen. Nach der Beschreibung in der KBA-Rückrufdatenbank dürfte es sich um dasselbe Problem handeln wie bei Rückrufen der Konzernmarken Volkswagen, Audi und Seat.
Betroffen sind die Skoda-Modelle Kodiaq, Karoq, Octavia und Superb. Ein Abriss der Schraube könne zum Lenkungsausfall führen, heißt es in der Rückrufdatenbank des KBA.
Schraube wird ausgetauscht
Als Gegenmaßnahme soll die Lenkungsverschraubung durch eine korrosionsresistente Schraube ersetzt werden. Von Skoda lag zunächst keine Stellungnahme vor.
Der Rückruf folgt wenige Tage auf die Bekanntgabe einer Werkstattaktion bei Volkswagen, Audi und Seat. Ein VW-Sprecher hatte erklärt, bei internen Qualitätsüberprüfungen sei bei bestimmten Fahrzeugen verschiedener Baureihen ein mögliches Problem an der Lenkung festgestellt worden.
Gemeinsames Problem bei mehreren Marken
Damit erstreckt sich die Rückrufaktion auf weitere Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns. Die betroffenen Modelle verschiedener Marken nutzen teilweise gemeinsame technische Komponenten.
Teil einer konzernweiten Sicherheitsaktion
Der Skoda-Rückruf erweitert eine bereits markenübergreifende Maßnahme im Volkswagen-Konzern. Betroffen sind Fahrzeuge, die auf gemeinsamen technischen Plattformen und Komponenten basieren. Dass nach Volkswagen, Audi und Seat nun Skoda folgt, zeigt die Reichweite eines Problems, das nicht auf eine einzelne Baureihe begrenzt ist.
Für Deutschland summiert sich die Zahl der potenziell betroffenen Skoda-Fahrzeuge auf rund 370.000. Zusammen mit den zuvor genannten Konzernmarken betrifft die Aktion damit eine sehr große Zahl von Haltern. Der konkrete Umfang der Reparaturen hängt davon ab, welche Fahrzeuge tatsächlich die fehleranfällige Verschraubung aufweisen und wie viele Halter der Aufforderung zur Werkstatt folgen.
Was Halter beachten müssen
Die vorgesehene Maßnahme ist der Austausch der Lenkungsverschraubung durch eine korrosionsresistente Schraube. Für betroffene Fahrzeughalter ist entscheidend, das Rückrufschreiben oder eine Prüfung über die Fahrzeug-Identifizierungsnummer abzuwarten und den Werkstatttermin wahrzunehmen. Ein möglicher Lenkungsausfall macht den Vorgang zu einer sicherheitsrelevanten Maßnahme, auch wenn nicht jedes Fahrzeug tatsächlich einen Schaden aufweist.
Der Fall verdeutlicht zugleich die Bedeutung zentraler Rückrufsysteme: Das Kraftfahrt-Bundesamt bündelt die betroffenen Fahrzeugdaten und überwacht sicherheitsrelevante Aktionen. Für Verbraucher bedeutet ein Rückruf zunächst zusätzlichen Zeitaufwand, die Reparatur selbst soll jedoch kostenfrei erfolgen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
FOCUS online: „Auch Skoda-Modelle von Lenkungs-Rückruf betroffen“ (01.10.2026)
Der Bericht bestätige den Rückruf für die Modelle Octavia, Superb, Kodiaq und Karoq und nenne für Deutschland rund 370.879 Fahrzeuge. Er setze einen zusätzlichen Schwerpunkt auf den Produktionszeitraum bis zur Kalenderwoche 08/2026 sowie auf die mögliche Notwendigkeit eines zweiten Werkstattbesuchs, falls die neue Schraube zunächst nicht verfügbar sei.
Ein weiterer FOCUS-online-Bericht ordne die Aktion als Teil eines größeren Rückrufs bei VW, Audi, Seat und Skoda ein und erläutere, wie Halter die Betroffenheit ihres Fahrzeugs prüfen könnten. Der Artikel hebe zudem hervor, dass das Kraftfahrt-Bundesamt die Maßnahme als sicherheitsrelevanten Rückruf überwache; offen bleibe dabei, wie viele Fahrzeuge tatsächlich einen Schaden an der Verschraubung aufwiesen.
Die beiden Beiträge bestätigten damit den Kern des Rückrufs, setzten aber unterschiedliche Schwerpunkte: Der erste fokussiere auf Skoda und die organisatorischen Folgen, der zweite auf praktische Hinweise für Fahrzeughalter und den konzernweiten Umfang.
