Söder, Deutschland

Söder: Deutschland sollte militÀrisch in Katar prÀsent sein

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 11:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
FĂŒr eine engere Zusammenarbeit mit Staaten in der Golfregion wĂŒnscht sich CSU-Chef Markus Söder eine militĂ€rische PrĂ€senz in Katar.

Es sei wichtig, dass Deutschland "zumindest sich hier sehen lÀsst", sagte der bayerische MinisterprÀsident am Dienstag nach einem Treffen mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, in der Hauptstadt Doha. Söder schlug einen Besuch des Bundesverteidigungsministeriums und "vielleicht keine Truppenteile, aber technisches Personal bei weiteren Ausbildungsfragen" vor.

Söder sagte, dass andere LĂ€nder wie Großbritannien und Frankreich solche Schritte schon gegangen seien: "Ich finde, wir Deutschen sollten uns auch hier prĂ€sent zeigen." Wer auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich sein wolle, brauche als zweite Komponente Vertrauen und Sicherheit.

Wirtschaftsgipfel in MĂŒnchen angekĂŒndigt

Der CSU-Chef besuchte bei seiner Reise am Dienstag auch eine Werkstatt des RĂŒstungsunternehmens KNDS auf einem MilitĂ€rstĂŒtzpunkt und warb fĂŒr Investitionen im Verteidigungssektor - mit besonderem Fokus auf bayerische Firmen. "Der Verteidigungssektor ist extrem wichtig", betonte Söder. "Man liegt hier 150 Kilometer vom Iran entfernt. Deswegen ist das Interesse an Verteidigung einfach noch mal höher als alles andere."

Bayerns MinisterprĂ€sident kĂŒndigte im Zusammenhang damit auch einen Wirtschaftsgipfel in MĂŒnchen im kommenden Jahr an - Ă€hnlich wie vor einigen Wochen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), die Söder zuvor auf seiner Reise besucht hatte. Dort sei man beim Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen schon sehr viel weiter als mit Katar, sagte Söder. Der CSU-Chef erneuerte zudem seine Forderung, eine Freihandelszone beider LĂ€nder mit der EU voranzutreiben. Daran gebe es "großes Interesse" in Katar.

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