SOKA-BAU, UrlaubsbeitrÀge

SOKA-BAU ab Juli: UrlaubsbeitrÀge sinken auf 14,7 Prozent

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 02:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Bauwirtschaft verzeichnet sinkende UrlaubsbeitrÀge, aber ein uneinheitliches Auftragsbild mit starkem Tiefbau und schwachem Wohnungsbau.

SOKA-BAU: Neue BeitrÀge und gespaltene Konjunktur im Baugewerbe
Moderne Baustelle im deutschen Bauhauptgewerbe mit StahlgerĂŒsten und architektonischen Strukturen bei klarem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Seit dem 1. Juli gelten fĂŒr das Bauhauptgewerbe neue BeitragssĂ€tze zur Sozialkasse der Bauwirtschaft (SOKA-BAU). Die Senkung der UrlaubsbeitrĂ€ge entlastet die Betriebe, wĂ€hrend die Konjunktur ein gespaltenes Bild zeigt.

Regionale Unterschiede bei den BeitrÀgen

Der Beitrag fĂŒr das Urlaubskassenverfahren fiel von 15,1 auf 14,7 Prozent. FĂŒr gewerbliche Arbeitnehmer im Tarifgebiet West betrĂ€gt der Gesamtbeitrag nun 19,8 Prozent der Bruttolohnsumme. Im Osten sind es 18,3 Prozent.

Berlin sticht mit besonders hohen SĂ€tzen hervor: Im Westteil der Stadt zahlen Arbeitgeber 25,25 Prozent, im Ostteil 23,75 Prozent.

FĂŒr Angestellte wurden monatliche PauschalbeitrĂ€ge festgelegt: 85 Euro im Westen, 60,50 Euro im Osten. Auszubildende kosten einheitlich 20 Euro pro Monat – geplant ist eine Anhebung auf 25 Euro zum 1. Januar 2027.

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Tiefbau als KonjunkturstĂŒtze

Das Statistische Bundesamt meldet fĂŒr Mai 2026 einen realen Auftragszuwachs von 3,3 Prozent zum Vormonat. Im Jahresvergleich liegt das Plus bei 3,5 Prozent.

Die Entwicklung ist jedoch stark gespalten. Der Tiefbau legte um 8,7 Prozent zu, wÀhrend der Hochbau um 3,1 Prozent nachgab. Der öffentliche Bau erwies sich mit einem nominalen Plus von 22,7 Prozent als verlÀsslicher Stabilisator.

Wohnungsbau bleibt unter Druck

Die AuftragseingĂ€nge im Wohnungsbau sanken im Mai um 1,9 Prozent zum Vorjahr. Felix Pakleppa vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe macht die schwierigen Finanzierungsbedingungen dafĂŒr verantwortlich und fordert mehr Planungssicherheit.

Von Januar bis Mai lag der reale Umsatz 2,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der nominale Umsatz stieg dagegen auf 10,1 Milliarden Euro – ein Plus von 2,4 Prozent. Grund sind die gestiegenen Baupreise, die je nach Gewerk zwischen 3,9 und 6,2 Prozent ĂŒber dem Vorjahr liegen.

Personal und Ausbildung

Die BeschĂ€ftigtenzahl im Bauhauptgewerbe stieg leicht um 1,5 Prozent auf 545.000 Personen. Zum 1. August treten neue Ausbildungsordnungen fĂŒr 19 Bauberufe in Kraft. Die MindestausbildungsvergĂŒtung steigt um 42 Euro auf monatlich 724 Euro.

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Förderung wird zurĂŒckgefahren

Seit dem 21. Juli gelten zudem neue Konditionen fĂŒr die Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude (BEG) ĂŒber die KfW. Die TilgungszuschĂŒsse wurden pauschal um 10 Prozentpunkte reduziert. FĂŒr die energetische Sanierung von WohngebĂ€uden gilt nun ein Höchstbetrag von 150.000 Euro pro Wohneinheit. FĂŒr NichtwohngebĂ€ude soll die Antragstellung ab Ende September möglich sein.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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