Sonntagsbacken-Reform: Verband fordert Aufhebung der Drei-Stunden-Grenze
09.06.2026 - 21:02:34 | boerse-global.de
2025 gab es mit 448 NeugrĂŒndungen durch BĂ€ckermeister den höchsten Wert seit 2018. Gleichzeitig schrumpfte die Gesamtzahl der Betriebe um 2,8 Prozent auf 8.659 Standorte.
Die Branche steckt im Strukturwandel. Seit 2015, als noch 12.155 BÀckereien zÀhlten, ist die Zahl um fast 30 Prozent gesunken. Roland Ermer, PrÀsident des Zentralverbandes des Deutschen BÀckerhandwerks, warnt: Viele Betriebe arbeiten an ihrer Belastungsgrenze.
Umsatz leicht gestiegen, BeschÀftigung sinkt
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Die wirtschaftliche Bilanz fÀllt gemischt aus. Der Branchenumsatz kletterte 2025 um 1,3 Prozent auf 18,14 Milliarden Euro. Doch die Zahl der BeschÀftigten sank um 1,4 Prozent auf 232.000 Mitarbeiter.
Die Schere zwischen Umsatzwachstum und Personalabbau zeigt den Kostendruck. Steigende Energiepreise und Lohnkosten setzen den Betrieben zu.
Sonntagsbacken: Verband fordert Reform
Der Branchenverband drĂ€ngt auf Entlastungen bei BĂŒrokratie und Regulierung. Ein zentraler Punkt: die Reform des Arbeitszeitgesetzes. Konkret geht es um die Aufhebung der Drei-Stunden-Grenze beim Backen an Sonntagen.
Die Forderung: uneingeschrĂ€nktes Sonntagsbacken fĂŒr handwerkliche Betriebe. Nur so könnten sie gegen industrielle Anbieter bestehen. Die Politik hat das Problem erkannt. Der aktuelle Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht einen Ausnahmekatalog fĂŒr BĂ€ckereien vor.
FachkrÀftemangel trifft Mittelstand hart
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Die Lage wird durch den FachkrÀftemangel verschÀrft. Laut Institut der deutschen Wirtschaft entfallen 71,7 Prozent der EngpÀsse auf kleine und mittlere Unternehmen. In lÀndlichen Regionen sind in Handwerksberufen oft bis zu 80 Prozent der offenen Stellen betroffen.
Hinzu kommt die Insolvenzwelle. Creditreform warnt vor zunehmender InstabilitÀt im Mittelstand. Bereits im April 2026 erreichte die Zahl der Firmenpleiten mit 1.776 FÀllen einen Zehnjahreshöchststand.
Die Hauptursachen: hohe Energiepreise, schwache Welthandelsdynamik und wachsende regulatorische Belastung. FĂŒr viele BĂ€ckereien könnte das die Existenzfrage werden.
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