Tui spĂŒrt Folgen des Iran-Kriegs â Urlauber zögern
13.05.2026 - 08:26:19 | dpa.de
Der Iran-Krieg sorgt beim Reisekonzern Tui weiter fĂŒr Verunsicherung im SommergeschĂ€ft. Viele Urlauber buchen ihre Reisen kurzfristiger und entscheiden sich hĂ€ufiger fĂŒr Ziele im westlichen statt im östlichen Mittelmeerraum, teilte der Konzern in Hannover mit.
Knapp die HĂ€lfte der Verbraucher, die in diesem Sommer verreisen wollten, habe bislang noch nicht gebucht. Besonders gefragt dĂŒrften Spanien einschlieĂlich der Balearen und Kanaren sowie Griechenland sein. Gleichzeitig zeichnen sich bei den eigenen Hotels und Kreuzfahrten höhere Durchschnittspreise ab.
Iran-Krieg und Hurrikan «Melissa» kosten Millionen
Tui hĂ€lt deshalb an seiner bereits im April gesenkten Prognose fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr 2025/26 (30. September) fest. Die Umsatzprognose bleibt weiter ausgesetzt. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll weiterhin zwischen 1,1 und 1,4 Milliarden Euro liegen und damit möglichst nah an das Vorjahresniveau von 1,4 Milliarden Euro herankommen. Die ursprĂŒnglich erwartete Steigerung um 7 bis 10 Prozent hatte der Konzern bereits aufgegeben.
Im ersten Halbjahr des GeschÀftsjahres bis Ende MÀrz blieb der Umsatz mit 8,56 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahresniveau. Der saisontypische bereinigte operative Verlust verringerte sich trotz Belastungen durch den Iran-Krieg und den Hurrikan «Melissa» auf Jamaika um gut ein Viertel auf rund 116 Millionen Euro. Allein der Krieg im Nahen Osten belastete das Ergebnis mit rund 40 Millionen Euro, der Hurrikan mit weiteren 5 Millionen Euro. Insgesamt verreisten 12,8 Millionen GÀste mit Tui und damit etwas mehr als ein Jahr zuvor.
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