SPD-GeneralsekretÀr erneuert Forderung nach Erbschaftsteuerreform
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 06:14 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEr sagte der "Rheinischen Post": "Es darf einfach nicht sein, dass kleinere und mittlere Erbschaften stark besteuert werden, wÀhrend MilliardÀrsfamilien ihr Vermögen in Deutschland durch die Nutzung bestehender legaler Schlupflöcher nahezu steuerfrei weitergeben können." Die SPD hatte wiederholt eine höhere Erbschaftsteuer und einen höheren Spitzensteuersatz gefordert, was die Union aber ablehnte.
KlĂŒssendorf verwies auch auf die Unterschiede zwischen West und Ost: Dass 95 Prozent des steuerlich vererbten Vermögens und der Schenkungen auf den Westen entfallen, "zeigt einmal mehr, wie extrem ungleich der Wohlstand in unserem Land verteilt ist". Es sei ungerecht und fĂŒr eine demokratische Gesellschaft nicht weiter hinnehmbar, wenn Lebenschancen und Sicherheit im Alter so stark davon abhingen, ob jemand ein groĂes Erbe erwarten könne.
Gerade in Ostdeutschland bleibe vielen Menschen im Alter nur die gesetzliche Rente, weil sie kaum Möglichkeiten hĂ€tten, zusĂ€tzlich Vermögen aufzubauen, so KlĂŒssendorf. Die SPD fordere daher auch eine "gut aufgestellte gesetzliche" Rentenversicherung, die allen verlĂ€sslichen Schutz vor Altersarmut bietet und in die auch neue Beamte, Abgeordnete und SelbststĂ€ndige einzahlen sollen.
Die schwarz-rote Koalition will die gesetzliche Rente reformieren. Eine Kommission hat VorschlÀge erarbeitet - das Haus von Bundesarbeitsministerin BÀrbel Bas (SPD) arbeitet nun an einem Gesetzentwurf.
