Speyer: 1.200 Arbeitsplätze in Gefahr – IG Metall mobilisiert
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 03:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am 29. August haben in Speyer rund 1.000 Beschäftigte gegen den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen bei den Unternehmen MANN+HUMMEL sowie TE Connectivity demonstriert. Zu der Protestaktion hatte die IG Metall aufgerufen, um auf die weitreichenden Konsequenzen der unternehmerischen Entscheidungen für den regionalen Arbeitsmarkt hinzuweisen. Insgesamt stehen an beiden Standorten zusammen mehr als 1.200 Arbeitsplätze zur Disposition.
Protesttag mit breiter Beteiligung der Bevölkerung
Der von der Gewerkschaft organisierte Aktionstag in Speyer beschränkte sich nicht nur auf eine klassische Demonstration. Das Programm umfasste neben dem Protestzug auch eine zentrale Kundgebung sowie ein Familienfest.
Ziel der Veranstaltung war es, die gesamte Bevölkerung der Region für den Erhalt der industriellen Basis in Speyer zu sensibilisieren. Die IG Metall forderte die Bürger auf, gemeinsam für die soziale Sicherheit der betroffenen Familien und die Zukunft der betroffenen Standorte einzustehen.
Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich etwa 1.000 Menschen an den Protesten, um ihrem Unmut über die angekündigten Maßnahmen Ausdruck zu verleihen. Die hohe Teilnehmerzahl unterstreiche laut der Gewerkschaft die Bedeutung der betroffenen Betriebe für die Stadt und das Umland.
Standorte von MANN+HUMMEL und TE Connectivity unter Druck
Hintergrund der Proteste sind die konkreten Abbaupläne der beiden Industriekonzerne. Das Unternehmen MANN+HUMMEL beabsichtigt, seinen Standort in Speyer vollständig zu schließen. Von dieser Maßnahme sind rund 600 Arbeitsplätze betroffen. Parallel dazu plant auch TE Connectivity eine deutliche Reduzierung der Belegschaft. Hier sollen ebenfalls 600 Stellen wegfallen.
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Beide Unternehmen streben nach derzeitigem Stand an, den geplanten Stellenabbau bis zum Jahr 2028 vollständig umzusetzen. Für die Stadt Speyer bedeutet dies den potenziellen Verlust von insgesamt mehr als 1.200 industriellen Arbeitsplätzen innerhalb der kommenden zwei Jahre. Die IG Metall kritisierte diese Pläne scharf und betonte die Notwendigkeit, Alternativen zur Standortschließung und zum Personalabbau zu prüfen.
Politische Unterstützung für die Beschäftigten
Während der Kundgebung erhielten die Arbeitnehmervertreter auch Zuspruch aus der Kommunalpolitik. Die Oberbürgermeisterin von Speyer, Stefanie Seiler (SPD), nahm an der Veranstaltung teil und zeigte sich solidarisch mit den Beschäftigten der betroffenen Betriebe. Als Rednerin auf dem Aktionstag unterstrich sie die Relevanz der Industriearbeitsplätze für die Stadtverwaltung und die lokale Wirtschaftskraft.
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Neben der Oberbürgermeisterin traten weitere prominente Vertreter der Arbeitnehmerseite als Redner auf. Wladislaw Wolter und Birgit Mohme erläuterten die Positionen der Gewerkschaft und die weiteren Schritte im Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze.
Die Redner machten deutlich, dass man den geplanten Stellenabbau nicht kampflos hinnehmen werde. Die Demonstration markiert den Auftakt für weitere Auseinandersetzungen über die Zukunft der Standorte von MANN+HUMMEL und TE Connectivity in Speyer.
