SPÖ Wien bis 2030: 22.800 geförderte Wohnungen und 1,4 Milliarden Euro
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 22:34 Uhr | Redaktion boerse-global.deAls Reaktion auf Kritik an der Mietentwicklung hat die SPÖ Wien Pläne für den geförderten Wohnbau bis zum Jahr 2030 vorgestellt. Wie aus Berichten vom 27. Oktober 2026 hervorgeht, umfasst das Vorhaben die Errichtung von 22.800 geförderten Wohnungen sowie Investitionen von rund 1,4 Milliarden Euro in die Sanierung von rund 16.000 Wohnungen. Zudem bekräftigte die Partei, dass der kommunale Gemeindebau weiterhin vollständig im Eigentum der Stadt verbleiben werde.
Zahlen zur Mietentwicklung und Beratungsangebote
Inhaltlich trat Neumayer von der SPÖ Wien Vorwürfen der KPÖ entgegen, die eine Mietpreissteigerung von 35 Prozent behauptet hatte. Der Wiener Richtwertmietzins sei in den vergangenen zehn Jahren um 25 Prozent gestiegen, während die durchschnittlichen Wohnkosten inklusive Betriebskosten im Gemeindebau laut Statistik Austria ein Plus von 31 Prozent verzeichnet hätten.
Beide Entwicklungen lägen unterhalb der allgemeinen Inflationsrate von 38,7 Prozent im selben Zeitraum. Wien verfüge zudem über den zweitniedrigsten Richtwertmietzins in ganz Österreich.
Zur Entlastung und Unterstützung der Bürger verwies Neumayer auf bestehende städtische Einrichtungen wie die Mieterhilfe, die Wohnschlichtungsstelle sowie Maßnahmen zur Wohnungssicherung und Delogierungsprävention. Im Rahmen einer Aktionswoche vom 19. bis 26. Oktober 2026 hätten sich rund 250 Aktivisten an über 30 Aktionen in allen Wiener Bezirken beteiligt.
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Reaktion auf politische VorwĂĽrfe und Mieterservice
Auch SPÖ-Gemeinderätin Karner-Kremser äußerte sich zu den Vorwürfen und warf der KPÖ vor, mit ihrem Mieternotruf Populismus zu betreiben, während die SPÖ Wien die Kritik der Gegenseite als Panikmache zurückwies. Karner-Kremser betonte die Leistungsfähigkeit der bestehenden Servicestruktur: Die kostenlose Mieterhilfe der Stadt Wien sei montags bis freitags zwischen 9 und 17 Uhr unter der Telefonnummer 01 4000 8000 erreichbar.
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Zusätzlich stehe der Kundenservice von Wiener Wohnen unter 05 75 75 75 an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung, wobei die durchschnittliche Anrufannahmezeit lediglich 17 Sekunden betrage. Ergänzend stünden den Mietern Instrumente wie die Wohnbeihilfe, die Wohnungssicherung im Gemeindebau sowie die Mietervereinigung offen.
Zu den beanstandeten Mieterhöhungen bei der Wohnhausanlage am Rosa-Jochmann-Ring 5 stellte Karner-Kremser klar, dass diese auf das reguläre Auslaufen der Wohnbauförderung zurückzuführen seien. Die Mieten hätten an diesem Standort zuletzt durchschnittlich 2,94 Euro pro Quadratmeter betragen. Die Anpassung an den vorab vertraglich vereinbarten Folgezins sei nach vorheriger Information der Bewohner vorgenommen worden.
