Stacklens: ZenaTech kündigt KI-Schutzbrille mit Wärmebild und Live-Video an
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 22:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Technologieunternehmen ZenaTech hat mit Stacklens eine KI-gestützte intelligente Schutzbrille angekündigt. Das neue System richtet sich an Außendiensttechniker, Inspektoren sowie industrielle Einsatzteams und soll Arbeitsabläufe durch digitale Assistenzfunktionen direkt im Sichtfeld unterstützen.
Die Schutzbrille kombiniert eine Freihand-Kamera mit Audiokomponenten, einem integrierten KI-Assistenten, Live-Video-Unterstützung und Möglichkeiten zur Wärmebildgebung.
Integration in bestehende Software- und Drohnensysteme
Entwickelt wird die Hardware von der ZenaTech-Tochtergesellschaft Tillerstack. Die Brille soll als feste Komponente in das bestehende Software-as-a-Service-Ökosystem Zoo Office des Konzerns eingebunden werden.
Nach Angaben von Konzernchef Dr. Shaun Passley ergänzt die neue Technologie sowohl die Drohnendienste als auch die Unternehmenssoftware des Unternehmens. Durch die Verknüpfung der Systeme sollen Techniker im Außeneinsatz freihändig arbeiten können, während Daten und Live-Bilder direkt mit Leitständen oder bestehenden Softwarestrukturen synchronisiert werden.
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Das Vorhaben befindet sich derzeit in der Prototypen- und Testphase. Geplant sind insgesamt drei Versionen von Stacklens, um unterschiedliche betriebliche Anforderungen abzudecken. Während die erforderlichen Sicherheitszertifizierungen gegenwärtig laufen, stehen die genauen Preise und Abonnementmodelle noch nicht fest. Erste Pilotprojekte mit Kunden stellt das Unternehmen für das Jahr 2027 in Aussicht.
Wachsender Markt für vernetzte Arbeitssicherheit
Der Vorstoß fällt in ein wachsendes Marktumfeld für vernetzte Sicherheits- und Assistenzsysteme in Industrie und Handwerk. Prognosen des Marktforschungsunternehmens MarketsandMarkets zufolge soll das globale Marktvolumen für intelligente Brillen bis zum Jahr 2030 rund 4,1 Milliarden US-Dollar erreichen. Die Integration von künstlicher Intelligenz direkt in die persönliche Schutzausrüstung gilt dabei als zentraler Entwicklungsschritt.
Auch andere Hersteller positionieren sich in diesem Segment mit KI-gestützten Sicherheitsbrillen. So präsentierte das Unternehmen VITURE mit dem Modell Helix eine transparente Industrie-Sicherheitsbrille auf Basis von NVIDIA XR AI, für die eine Zertifizierung nach dem Standard ANSI Z87.1-2025 angestrebt wird.
Dieses Gerät ist für den eigenständigen Betrieb ohne Smartphone konzipiert, bietet unter anderem eine 12-Megapixel-Frontkamera, vier Mikrofone, Stereolautsprecher sowie eine Akkulaufzeit von mehr als 60 Minuten bei Nutzung.
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Neben Funktionen wie Echtzeit-Coaching und Dokumentationsaufzeichnungen, die unter anderem in Kooperation mit Laboren der Universitäten Stanford und Princeton sowie Partnern im Pharmabereich eingesetzt werden, ist die Auslieferung zu Preisen ab 600 US-Dollar für das erste Quartal 2027 angekündigt.
Die parallelen Entwicklungen unterstreichen den Trend, industrielle Schutzausrüstung zunehmend mit direkter Datenverarbeitung und KI-gestützter Prozessbegleitung auszustatten, um Fehlerquoten im Außendienst zu verringern und Arbeitsprozesse lückenlos zu dokumentieren.

