SteuererklÀrung, Frist

SteuererklĂ€rung 2025: Frist endet 31. Juli fĂŒr Privatpersonen

07.06.2026 - 00:39:18 | boerse-global.de

Steuerbranche diskutiert KI-Einsatz, verschĂ€rfte Krypto-Meldepflichten und BGH-Urteil zu Vorsteuerbetrug auf dem Tax Day MĂŒnchen.

Tax Day MĂŒnchen 2026: KI, Krypto und neue Steuerregeln
SteuererklĂ€rung - Abstrakte Darstellung von Steuerrecht und KI-Compliance in MĂŒnchen. Digitale Linien treffen auf Dokumente und die Frauenkirche. 07.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Juni 2026 rĂŒckt nĂ€her. Im Fokus stehen BetriebsprĂŒfungen, KI im Compliance-Management und verschĂ€rfte Meldepflichten fĂŒr Krypto-Investoren.

KI erobert die Steuerabteilung

Ein zentrales Thema der Steuerbranche: KĂŒnstliche Intelligenz hĂ€lt Einzug ins Compliance-Management. Experten diskutieren, wie automatisierte Prozesse die Einhaltung komplexer Regeln sicherstellen können. Referenten von Sixt, Breuninger und BNP Paribas erlĂ€utern bei der Veranstaltung in den RĂ€umen von Grant Thornton die praktische Umsetzung.

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SchĂ€rfere Regeln fĂŒr Krypto-Anleger

Seit Jahresbeginn 2026 haben sich die Meldepflichten fĂŒr Kryptowerte drastisch verschĂ€rft. Grund ist die Umsetzung der EU-Richtlinie DAC8 in deutsches Recht. Börsen und Dienstleister wie Bison, Bitpanda oder Coinbase mĂŒssen Nutzer- und Transaktionsdaten direkt an die Finanzbehörden ĂŒbermitteln. Das Entdeckungsrisiko fĂŒr nicht deklarierte EinkĂŒnfte steigt damit massiv.

BGH prÀzisiert Vorsteuerbetrug

Der Bundesgerichtshof hat mit einem Beschluss vom 4. MÀrz 2026 Klarheit geschaffen: Bereits die unrichtige Umsatzsteuervoranmeldung gilt als steuerstrafrechtliche Haupttat. Eine folgende unterlassene JahreserklÀrung wertet das Gericht als mitbestrafte Nachtat. Die durch den Betrug ersparte Steuer kann als Tatertrag eingezogen werden.

Streit um Vermögensteuer und Bonpflicht

DIW-PrĂ€sident Marcel Fratzscher fordert eine Vermögensteuer von zwei Prozent auf große Vermögen. Ziel: die hohe Belastung von Arbeitseinkommen senken und Mehreinnahmen von rund 42 Milliarden Euro generieren. Laut Boston Consulting Group gab es in Deutschland zuletzt rund 5.000 Personen mit einem Vermögen ĂŒber 86 Millionen Euro – 2025 kamen etwa 1.100 hinzu.

Der DGB geht noch weiter: Besteuerung ab einem Nettovermögen von einer Million Euro, zehn Prozent Abgabe fĂŒr Vermögen ĂŒber zehn Millionen. Die Bundesregierung plant fĂŒr 2027 eine Einkommensteuer-Reform – die Gegenfinanzierung gilt als ungeklĂ€rt.

Kritik kommt von der Deutschen Steuer-Gewerkschaft. Chef Florian Köbler warnt vor einer Lockerung der Bonpflicht. Stattdessen fordert er manipulationssichere Registrierkassen und digitale Belege. Eine diskutierte Umsatzgrenze von 100.000 Euro fĂŒr die Belegausgabepflicht hĂ€lt er fĂŒr zu hoch.

Erleichterungen beim grenzĂŒberschreitenden Handel

Der Bundesfinhofhof hat mit Urteil vom 18. Dezember 2025 die Steuerfreiheit innergemeinschaftlicher Lieferungen gelockert. Eine GelangensbestĂ€tigung ist nicht zwingend nötig – sofern die Steuerfreiheit durch andere Nachweise belegt werden kann und der Unternehmer gutglĂ€ubig gehandelt hat.

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Fristen im Blick behalten

Die Abgabefrist fĂŒr die SteuererklĂ€rung 2025 lĂ€uft am 31. Juli 2026 ab. Wer einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beauftragt, hat bis zum 1. MĂ€rz 2027 Zeit. Abgabepflichtig sind unter anderem Rentner mit EinkĂŒnften ĂŒber dem Grundfreibetrag von 12.096 Euro sowie EmpfĂ€nger von NebeneinkĂŒnften ĂŒber 410 Euro.

Grundsteuer-Reform: Gemischte Bilanz

Ein Jahr nach der Reform zeigt sich: Viele MĂŒnchner EigentĂŒmer zahlen mehr. Die tatsĂ€chliche Höhe hĂ€ngt stark von den kommunalen HebesĂ€tzen und der individuellen Immobilienbewertung ab.

Kreislaufwirtschaft und Industriestrompreis

Die Bundesregierung treibt die ökologische Transformation voran. Am 3. Juni 2026 beschloss das Kabinett ein Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie. Vorgesehen sind Investitionsförderungen und digitale ProduktpÀsse.

FĂŒr energieintensive Unternehmen gibt es am 11. Juni 2026 ein Webinar zum Industriestrompreis. In Kooperation mit der IHK NRW und NRW.Energy4Climate werden Entlastungshöhen, ZeitplĂ€ne und Investitionsverpflichtungen erlĂ€utert.

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