SteuererklÀrung 2025: VerspÀtungszuschlag 0,25% pro Monat droht
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Abgabefrist fĂŒr die SteuererklĂ€rung 2025 ist am 31. Juli verstrichen. Wer seine Unterlagen nicht eingereicht hat, muss mit saftigen ZuschlĂ€gen rechnen. Doch es gibt Ausnahmen.
VerspÀtungszuschlag: Diese Kosten drohen
Das Finanzamt kassiert fĂŒr jeden angefangenen Monat der VerspĂ€tung 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer. Mindestens 25 Euro pro Monat werden fĂ€llig, der Deckel liegt bei 25.000 Euro. Nach 14 Monaten wird der Zuschlag zur Pflicht â dann gibt es kein Ermessen mehr.
Wer eine Mahnung erhĂ€lt, sollte die ErklĂ€rung umgehend nachreichen. Gegen den Bescheid ist ein Einspruch binnen eines Monats möglich. In HĂ€rtefĂ€llen können die GebĂŒhren aus BilligkeitsgrĂŒnden erlassen werden.
Steuerberater verlÀngert die Frist
FĂŒr alle, die ihren Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein eingeschaltet haben, gilt: Die Frist endet erst am 1. MĂ€rz 2027. Das verschafft vor allem SelbststĂ€ndigen mit EinnahmenĂŒberschussrechnung und Freiberuflern mit komplexer Buchhaltung Luft.
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Nicht abgabepflichtige BĂŒrger können ihre freiwillige ErklĂ€rung sogar noch deutlich spĂ€ter einreichen. Die SteuererklĂ€rung fĂŒr 2022 ist beispielsweise noch bis zum 31. Dezember 2026 möglich.
MeinELSTER+: SteuererklÀrung mit einem Klick
Seit dem 1. Juli können rund 11,5 Millionen BĂŒrger â vor allem ledige Arbeitnehmer und Rentner ohne komplexe EinkĂŒnfte â ihre SteuererklĂ€rung per App erledigen. Das Pilotprojekt âAmsel" lĂ€uft in Hessen, ThĂŒringen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Ein Klick genĂŒgt, dann wird die ErklĂ€rung ĂŒbermittelt.
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Im Herbst will die Bundesregierung ein Steuervereinfachungsgesetz vorlegen. Die MĂŒhe lohnt sich fĂŒr die meisten: Zwischen 87 und 88 Prozent der jĂ€hrlich rund 15 Millionen ErklĂ€rungen fĂŒhren zu einer RĂŒckzahlung. Im Schnitt gibt es zwischen 1.095 und 1.172 Euro zurĂŒck.
Rentner und Krypto-Anleger besonders betroffen
Die Rentenerhöhung um 4,24 Prozent zum 1. Juli hat Folgen: Rund 204.000 Rentner werden zusĂ€tzlich steuerpflichtig. Die regionalen Unterschiede sind enorm â wĂ€hrend Hamburger Rentner im Schnitt 1.772 Euro zahlen, sind es in Sachsen-Anhalt nur 836 Euro. Etwa 41 Prozent aller Rentner mĂŒssen mit Nachzahlungen rechnen.
Krypto-Investoren erwartet eine neue Struktur in der Anlage SO mit eigenen Zeilen fĂŒr digitale Assets. Gewinne aus VerkĂ€ufen innerhalb eines Jahres sind steuerpflichtig, sobald die Freigrenze von 1.000 Euro ĂŒberschritten wird. Bei Staking und Lending liegt die Grenze bei 256 Euro. Ab 2026 verschĂ€rft die DAC8-Richtlinie den automatischen Datenaustausch ĂŒber Krypto-Transaktionen zwischen den Behörden weiter.
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