Finanzdienstleistung, Mittelstand

Von der Handkasse zum mobilen Terminal - so ticken kleine Betriebe beim Payment am PoS

05.05.2026 - 10:00:13 | presseportal.de

Stuttgart - Kleine und mittelstĂ€ndische Unternehmen und Gewerbetreibende erkennen zunehmend die Notwendigkeit, bargeldlos zu kassieren - viele Inhaber kleinerer Betriebe befĂŒrchten bei Kartenzahlung aber technische Störungen, "KnebelvertrĂ€ge" oder undurchsichtige Preismodelle. Andere dagegen folgen den digitalen Payment-Trends, erkennen die Vorteile fĂŒr ihren GeschĂ€ftserfolg und akzeptieren alle gĂ€ngigen bargeldlosen Zahlungssysteme.

Von der Handkasse zum mobilen Terminal - so ticken kleine Betriebe beim Payment am PoS - Foto: presseportal.de
Von der Handkasse zum mobilen Terminal - so ticken kleine Betriebe beim Payment am PoS - Foto: presseportal.de

Das sind Kernergebnisse der S-Payment-Marktstudie "HÀndlergeschÀft am Point of Sale (POS)". Sie bietet fundierte Einblicke in die Anforderungen von kleinen und mittelstÀndischen Unternehmen verschiedener Branchen in Deutschland an Bezahlverfahren, POS-Terminals und Kassensysteme und zeigt, wie sie heute in ihrem tÀglichen GeschÀft kassieren.

Von BedenkentrĂ€gern, Experimentierfreudigen und ÜberzeugungstĂ€tern

Die befragten Unternehmen kommen aus dem stationÀren und mobilen Einzelhandel, aus dem Handwerk, der stationÀren und mobilen Gastronomie sowie den mobilen Dienstleistungen. Die Studie identifiziert drei HÀndlertypen, die sich mit Blick auf TechnikaffinitÀt, Erfahrung mit Terminals und POS-Systemen sowie dem unternehmerischen Selbstanspruch an Payment-Lösungen unterscheiden:

Einen hohen Anteil an "Einsteigern" gibt es im Handwerk (92%) und bei Mobilen Dienstleistungen (90%, z. B. ambulante soziale Dienste, GebĂ€udereiniger). "Einsteiger" haben generell große Vorbehalte gegenĂŒber Kartenzahlung und empfinden sie oft als "Black-Box". Man will zwar mitmachen, traut sich aber nicht aufgrund diffuser Vorbehalte und Unwissenheit. Die "Einsteiger" fĂŒrchten technische Störungen/AusfĂ€lle, "KnebelvertrĂ€ge", die sie langfristig binden und undurchsichtige Preismodelle.

Die "Wechsler" sind in der mobilen Gastronomie am stĂ€rksten vertreten (zu 24%, z. B. Event-Caterer, Food-Trucks, Imbissbuden). Sie haben oft schon seit lĂ€ngerem die Notwendigkeit erkannt, den Payment-Trends zu folgen. Sie halten es fĂŒr den eigenen GeschĂ€ftserfolg fĂŒr wichtig, ihren Kund:innen die Zahlungsmöglichkeiten anzubieten, die diese sich wĂŒnschen.

Die "Experten" sind in der stationĂ€ren Gastronomie (71%, z. B. Restaurants, CafĂ©s, Eissalons) und im Fachhandel (55%, z. B. Auto-WerkstĂ€tten, Friseur- und Kosmetiksalons, Mode-Boutiquen, SchmuckhĂ€ndler) sehr prĂ€sent. Diese Gruppe sieht klar die faktischen Vorteile fĂŒr ihr Business, routiniert mit Kartenzahlung umzugehen. Auf der Grundlage eines hohen Unternehmensgeists und ausgeprĂ€gter Technik-AffinitĂ€t haben sie ihr Payment meist aus eigenem Antrieb optimiert und sind damit auch weitgehend zufrieden.

Bargeld und Rechnung bei kleinen Betrieben beliebt

Barzahlung bleibt in vielen Branchen dominant, insbesondere im Einzelhandel sowie in der stationĂ€ren und mobilen Gastronomie. Kartenzahlung per girocard, Kreditkarte oder Debitkarte gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung, vor allem in technikaffinen Segmenten und bei jĂŒngeren Kund:innen. Zahlung auf Rechnung ist ebenfalls verbreitet - hauptsĂ€chlich in Branchen mit geringer Terminalnutzung, wie etwa im Handwerk oder bei mobilen Dienstleistern. Als Vorteile der Kartenzahlung (z. B. mit der girocard) sehen die befragten HĂ€ndler die Aspekte Schnelligkeit, Bargeldreduzierung, geringeres Diebstahl-/Betrugsrisiko und die einfache Bedienung.

Bunte Vielfalt von Geldkassetten bis zu mobilen Terminals

Bei den Terminals und Kassensystemen gibt es quer durch die betrachteten Branchen eine große Ausstattungsvielfalt. Vor allem bei den "Einsteigern" (z. B. dem mobilen Pizza- oder Kaffeestand, der lĂ€ndlichen GaststĂ€tte oder der kleinen Modeboutique) findet man hĂ€ufig noch offene Handkassen, kleine Geldkassetten mit Wechselgeld, Bauchtaschen oder Registrierkassen ohne POS-System. Der Großteil der Handwerker und mobilen Dienstleister hat gar keine Kasse und bietet nur Bezahlung auf Rechnung an.

Mehr als drei Viertel der Befragten nutzen einfache Terminals, die nur fĂŒr Kartenzahlungen genutzt werden können, ohne Anbindung an ein Kassensystem (POS-System). Diese Ausstattungsvariante nutzt vor allem die stationĂ€re Gastronomie (54%). Jeder zweite HĂ€ndler mit mobilem Verkaufsstand ist ĂŒberzeugt, dass das Angebot von Kartenzahlung seinen Umsatz steigert.

Mobile Terminals werden vor allem in der Gastronomie, an mobilen VerkaufsstĂ€nden und im Einzelhandel eingesetzt. Daher plant rund jeder zehnte gastronomische Betrieb und rund jeder zehnte mobile Verkaufstand (ĂŒberwiegend "Wechsler" und "Experten"), binnen Jahresfrist mobile Terminals mit / ohne Anbindung an ein Kassensystem anzuschaffen.

Die wichtigsten Kaufkriterien fĂŒr ein (neues) Terminal sind quer durch alle Branchen:

Zur Studie:

Befragt wurden insgesamt 524 HĂ€ndler und Unternehmer, die Entscheider beim Thema Bezahlen am POS sind, und zwar aus den folgenden Branchen: stationĂ€rer und mobiler Einzelhandel, Handwerk, stationĂ€re und mobile Gastronomie sowie mobile Dienstleistungen. Der maximale Jahresumsatz der ausgewĂ€hlten Unternehmen betrĂ€gt bis 2 Mio. Euro. Sie gehören zu keiner großen Unternehmenskette und keinem Franchiseanbieter, bei denen die Zentrale ĂŒber die akzeptierten Bezahlverfahren und die technische GerĂ€teausstattung entscheidet. Es gab 24 qualitative Online-Interviews (im Zeitraum vom 26.05. bis 03.06.2025) und 500 quantitative Telefoninterviews (im Zeitraum vom 08.07. bis 20.08.2025).

Pressekontakt:

Stephan Arounopoulos
Senior Corporate Communication Manager
Tel.: +49 711 782 99 - 230
E-Mail: stephan.arounopoulos@s-payment.com

Original-Content von: S-Payment GmbH ĂŒbermittelt durch news aktuell

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