Tabaksteuer: Zigarettenpreis klettert bis 2030 auf 11,78 Euro
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 23:58 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Das geht aus internen Dokumenten des Bundesfinanzministeriums hervor. Besonders Raucher müssen sich auf massive Preissteigerungen einstellen.
Stufenweise Anhebung bis 2030
Eine Packung mit 20 Zigaretten soll schrittweise teurer werden. Liegt der Durchschnittspreis aktuell bei 8 Euro, sind für 2027 bereits 9,10 Euro vorgesehen. Die Reise geht weiter: 2028 sollen es 9,91 Euro sein, 2029 dann 10,81 Euro. Im Jahr 2030 könnte die Packung schließlich 11,78 Euro kosten. Bei Markenzigaretten sind sogar 13 Euro drin.
Der reine Steueranteil pro Zigarette steigt von 14,34 Cent auf 18,57 Cent bis Ende des Jahrzehnts. Auch Feinschnitt ist betroffen, wenn auch moderater. Richtig teuer wird es für Wasserpfeifentabak: Die Steuerlast pro Kilo klettert von 56 Euro auf über 188 Euro. Bei Zigarren droht sogar eine Verzehnfachung der Steuer.
Alkohol, Plastik und Zucker im Visier
Die Steuerpläne gehen weit über Tabak hinaus. Ab Januar 2027 sollen Spirituosen und Sekt 20 Prozent teurer werden. Eine Zuckersteuer auf Süßgetränke könnte 2028 kommen.
Parallel dazu plant die Regierung eine Plastiksteuer: 80 Cent pro Kilogramm für nicht recyceltes Plastik. Das soll jährlich rund eine Milliarde Euro einbringen. Experten rechnen damit, dass Unternehmen diese Kosten an die Kunden weitergeben.
Die Tabaksteuer steigt bis 2030 drastisch – eine Packung Zigaretten kostet dann 11,78 Euro. Wer jetzt gegensteuert, kann monatlich 200 Euro sparen. Unser Report zeigt Ihnen, wie. Jetzt kostenlosen Spar-Report anfordern
Milliarden für die Staatskasse
Die Regierung argumentiert mit Gesundheitspolitik und Haushaltslöchern. Allein die Tabaksteuer soll bis 2030 jährlich 4,4 Milliarden Euro Mehreinnahmen bringen. Davon sind 750 Millionen für die gesetzliche Krankenversicherung vorgesehen.
Der Suchtbeauftragte Hendrik Streeck befürwortet die Pläne. „Der Preis ist der wirksamste Hebel zur Reduzierung des Tabakkonsums", so Streeck. Er verweist auf jährliche volkswirtschaftliche Schäden durch Rauchen von 67 Milliarden Euro. Gesundheitsminister Karl Lauterbach hätte sich sogar noch stärkere Erhöhungen gewünscht.
Die Tabakindustrie warnt dagegen vor einem wachsenden Schwarzmarkt. In Deutschland liegt der Anteil illegaler Zigaretten bei 7 Prozent. In Frankreich führte eine Hochpreispolitik zu 25 Prozent illegalen Zigaretten.
Entlastung beim Bürokratieabbau
Wasserpfeifentabak wird bis zu 188 Euro Steuer pro Kilo kosten, Zigarren sogar zehnmal so viel. Bevor die Preise explodieren: Unser Report vergleicht alternative Genussmittel und zeigt legale Sparmöglichkeiten. Alternative Genussmittel jetzt checken
Flankierend hat das Kabinett ein Paket zum Bürokratieabbau verabschiedet. Ziel ist eine jährliche Entlastung der Wirtschaft um 600 Millionen Euro. Kernpunkte sind das GeDIG-Gesetz zur Digitalisierung im Gesundheitswesen und eine Genehmigungsfiktion: Anträge bei Behörden gelten nach vier Monaten als genehmigt, wenn keine Rückmeldung kommt.
Der DIHK mahnt eine konsequente Umsetzung an. Der bürokratische Aufwand bleibe eine der größten Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft.
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