Tarifverdienste, Inflation

Tarifverdienste bleiben weiter hinter Inflation zurĂŒck

Veröffentlicht am: 01.03.2024 um 09:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Trotz eines durchschnittlichen Lohnanstiegs von 3,7 Prozent fĂŒr tariflich bezahlte Arbeitnehmer in 2023, blieb die Kaufkraft der TarifbeschĂ€ftigten hinter der allgemeinen Preisentwicklung zurĂŒck.
Harter Arbeitsalltag: Ein Bauarbeiter verlegt auf einer Baustelle Stahlmatten. - Bild: Sven Hoppe/dpa

Die Verdienste der TarifbeschĂ€ftigten sind im vergangenen Jahr erneut hinter der allgemeinen Preisentwicklung zurĂŒckgeblieben.

Die tariflich bezahlten Arbeitnehmer erhielten zwar durchschnittlich 3,7 Prozent mehr Geld als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete. Dem stand aber eine Inflation von 5,9 Prozent gegenĂŒber. 2023 war damit trotz deutlicher Lohnsteigerungen das dritte Jahr in Folge mit krĂ€ftigen Kaufkraftverlusten fĂŒr die TarifbeschĂ€ftigten. 2022 war das VerhĂ€ltnis noch ungĂŒnstiger bei 2,2 Prozent höheren Verdiensten, die einer Inflation von 6,9 Prozent gegenĂŒberstanden. 

Einen großen Teil der aktuellen Verdienststeigerungen machen die tariflich vereinbarten Sonderzahlungen aus. Ohne sie wĂ€ren die GehĂ€lter nur um 2,4 Prozent gestiegen. Typischerweise wurden sogenannte InflationsausgleichsprĂ€mien ausgehandelt, die vom Staat bis zu einer Höhe von 3000 Euro steuer- und abgabenfrei gestellt werden. Diese FestbetrĂ€ge bewirken in den unteren Lohngruppen höhere Effekte. Ungelernte und angelernte ArbeitskrĂ€fte konnten so die prozentual höchsten Steigerungen realisieren. Nach Branchen aufgeteilt waren die ZuwĂ€chse am höchsten bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+7,8 Prozent), im Gastgewerbe (+7,1 Prozent) und im verarbeitenden Gewerbe (+5,4 Prozent).      

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