DZ Bank: Deutsche sparen weniger
04.06.2026 - 05:00:05 | dpa.de
Trotz zahlreicher Unsicherheiten in der Weltwirtschaft legen die deutschen Haushalte im laufenden Jahr weniger Geld zurĂŒck als zuvor. Laut einer Prognose der genossenschaftlichen DZ Bank dĂŒrfte die Sparquote im laufenden Jahr auf 10,2 Prozent des verfĂŒgbaren Einkommens zurĂŒckgehen, nach 10,3 Prozent im Vorjahr und 11,2 Prozent im Rekordjahr 2024. Ăblicherweise steigt die Sparquote in Krisenzeiten, weil die Menschen ihr Geld zusammenhalten.Â
Grund fĂŒr die aktuelle SparzurĂŒckhaltung sind der Bankstudie zufolge die erhöhten Energiepreise wegen der Sperrung der StraĂe von Hormus infolge des Iran-Kriegs. Wegen der zusĂ€tzlichen Aufwendungen beispielsweise fĂŒr Treibstoff wird das Geldvermögen deutscher Privathaushalte 2026 deutlich langsamer wachsen als in den Vorjahren. Die DZ Bank rechnet mit einem Zuwachs von 3,2 Prozent auf gut 10,2 Billionen Euro â nach 4,7 Prozent Steigerung im Vorjahr und 7,4 Prozent 2024.
Prognose: Hohe Inflation bleibt
Das genossenschaftliche Spitzeninstitut erwartet fĂŒr 2026 eine Inflationsrate von 3,2 Prozent und fĂŒr das Folgejahr 3,1 Prozent, also deutlich erhöhte Werte im Vergleich zum StabilitĂ€tsziel der EuropĂ€ischen Zentralbank von 2,0 Prozent. FĂŒr zusĂ€tzliches Geldvermögen sieht die DZ Bank im Jahr 2027 bessere Perspektiven â unter der Voraussetzung einer Deeskalation des Iran-Konflikts. Dann könnte das Geldvermögen wieder um 5,0 Prozent wachsen.
Im laufenden Jahr lieferten die AktienmĂ€rkte bislang wenig RĂŒckenwind. Zwar haben sich Dax und Euro Stoxx 50 seit ihrem Tiefstand Ende MĂ€rz erholt, doch verglichen mit Ende 2025 könnten der DZ Bank zufolge die Kursgewinne bis Jahresende begrenzt bleiben. Die schwache Vermögensbildung trifft vor allem Durchschnittshaushalte.
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