THG-PrÀmie, E-Autos

THG-PrĂ€mie fĂŒr E-Autos: Antragsfrist bei vielen Anbietern endet am 31. Oktober

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 01:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Viele Anbieter nehmen AntrÀge bis 31. Oktober an; reine Elektroautos sind förderberechtigt, Plug-in-Hybride nicht.
Eine moderne Ladestation fĂŒr Elektrofahrzeuge in einer urbanen Umgebung bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

FĂŒr Halter reiner Elektroautos drĂ€ngt die Zeit bei der Sicherung ihrer jĂ€hrlichen PrĂ€mie aus der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Wie VerbraucherschĂŒtzer betonen, endet die Antragsfrist fĂŒr das laufende Kalenderjahr bei zahlreichen Anbietern am 31. Oktober. Wer die Auszahlung fĂŒr 2026 in Anspruch nehmen möchte, muss die Unterlagen zeitnah einreichen.

Voraussetzungen und Nachweise fĂŒr die Auszahlung

Der gesetzliche Anspruch auf die jĂ€hrliche PrĂ€mie besteht ausschließlich fĂŒr Halter reiner batterieelektrischer Fahrzeuge. Plug-in-Hybride sind von dieser Förderung grundsĂ€tzlich ausgeschlossen. Verbraucher können die Quote zudem nicht eigenstĂ€ndig verĂ€ußern: Ein Direktverkauf an Mineralölunternehmen ist gesetzlich nicht vorgesehen, weshalb die Abwicklung und Auszahlung zwingend ĂŒber spezialisierte THG-Quoten-Dienstleister erfolgen muss.

Der formale Aufwand fĂŒr Antragsteller bleibt dabei ĂŒberschaubar. FĂŒr die Einreichung bei den Dienstleistern genĂŒgt die Vorlage der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein). Faktoren wie der tatsĂ€chliche Kilometerstand des Fahrzeugs oder die Herkunft des genutzten Ladestroms haben keinen Einfluss auf die Auszahlungshöhe oder die Berechtigung.

Fristen der Dienstleister und Tarifmodelle im Vergleich

Hintergrund der vorgezogenen Fristen fĂŒr Fahrzeughalter sind behördliche Vorgaben: Zwar können THG-Quoten-Dienstleister gesammelte Quoten noch bis zum 15. November beim Umweltbundesamt fĂŒr das Jahr 2026 einreichen, viele IntermediĂ€re setzen ihre interne Antragsfrist fĂŒr Verbraucher jedoch auf den 31. Oktober fest, um die Bearbeitung und BĂŒndelung der Daten fristgerecht abzuschließen.

Ein genauer Vergleich der Marktteilnehmer lohnt sich vor dem Abschluss. Einige Dienstleister zahlen feste BetrÀge aus, wÀhrend andere Modelle an die jeweiligen Marktpreise der Quoten koppeln.

Zudem weichen Fristen im Einzelfall ab: Bei THG Pro, einem Angebot der CO2 Energy & Mobility GmbH, liegt der Annahmeschluss fĂŒr 2026 erst am 10. November 2026. Das Unternehmen bietet feste PrĂ€mien ohne ServicegebĂŒhren oder Pflichtabonnements. Als Einzeltarif stehen dort 300 Euro fĂŒr 2026 sowie 260 Euro fĂŒr 2027 zur Auswahl.

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Im Rahmen eines Kombideals fĂŒr 2026 und 2027 werden insgesamt 605 Euro pro reinem Elektro-Pkw angeboten, was einen zusĂ€tzlichen Bonus von 45 Euro umfasst. Die Auszahlung erfolgt in diesem Fall jahresweise spĂ€testens 30 Tage nach der BestĂ€tigung durch das Umweltbundesamt. Die Einreichung fĂŒr das Quotenjahr 2027 ist frĂŒhestens ab Januar möglich.

Steuerliche Einordnung und Verzögerungen bei der Fahrzeuglieferung

Hinsichtlich der Besteuerung unterscheidet der Gesetzgeber nach der Nutzungsart des Fahrzeugs. Wird das Elektroauto privat gehalten, ist die THG-PrÀmie frei von Einkommen- und Umsatzsteuer. Befindet sich der Wagen hingegen im Betriebsvermögen, unterliegt die PrÀmie der regulÀren Steuerpflicht.

Besondere HĂŒrden zeigen sich in der Praxis bei Verzögerungen wĂ€hrend der FahrzeugĂŒbergabe. Bei Leasingnehmern fĂŒhrte ein Lieferverzug bereits dazu, dass der Fahrzeugschein nicht rechtzeitig vor dem 31. Oktober eingereicht werden konnte.

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Bei einem entgangenen Betrag von rund 300 bis 400 Euro – was etwa fĂŒnf bis sechs Leasingraten von jeweils circa 70 Euro entspricht – stellen sich juristische Fragen.

Strittig ist in solchen Konstellationen regelmĂ€ĂŸig, inwiefern ein verbindliches Lieferdatum vereinbart war, ab wann ein Verzug vorliegt und ob die versĂ€umte THG-PrĂ€mie als Verzugsschaden gegenĂŒber dem Vertragspartner geltend gemacht werden kann.

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