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Trotz Iran-Krieg: Deutsche Exporte steigen im April

Veröffentlicht am: 09.06.2026 um 09:00 Uhr | dpa.de

Trotz hoher Energiepreise und des Iran-Kriegs haben die deutschen Exporte im April leicht zugelegt. Auf dem wichtigsten Auslandsmarkt ging es im Vergleich zu MÀrz leicht aufwÀrts.

Die deutschen Exporteure stehen auf den WeltmÀrkten unter Druck. (Archivbild) - Bild: Daniel Reinhardt/dpa
Die deutschen Exporteure stehen auf den WeltmÀrkten unter Druck. (Archivbild) - Bild: Daniel Reinhardt/dpa

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Ausfuhren auch im April trotz des Iran-Kriegs leicht gesteigert. Im Vergleich zum MĂ€rz legten die Ausfuhren um 0,9 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorlĂ€ufiger Ergebnisse mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug der Zuwachs bei den Ausfuhren sogar 3,6 Prozent. Die Werte sind bereinigt um Kalender- und Saisoneffekte. Die Importe nahmen gegenĂŒber MĂ€rz um 1,2 Prozent zu und im Jahresvergleich zu April 2025 um 6,2 Prozent.

WĂ€hrend sich der Wert der Exporte im April auf 136,6 Milliarden Euro belief, wurden Waren im Wert von 122,1 Milliarden Euro nach Deutschland eingefĂŒhrt. Daraus ergab sich ein ExportĂŒberschuss von 14,5 Milliarden Euro nach 14,7 Milliarden Euro im MĂ€rz.

USA-Exporte legen gegenĂŒber MĂ€rz leicht zu

Auch im April blieben die USA wichtigster Außenhandelsmarkt fĂŒr Deutschland - die Exporte in die Vereinigten Staaten hatten einen Wert von 11,4 Milliarden Euro. Das waren zwar 1,8 Prozent mehr als noch im MĂ€rz dieses Jahres, verglichen mit April 2025 ergab sich jedoch ein Minus von 12,9 Prozent. Die Ausfuhren in die Volksrepublik China gaben im Vergleich zum MĂ€rz um 3,5 Prozent nach auf 5,8 Milliarden Euro. 

Auch in das Vereinigte Königreich lieferten die deutschen Unternehmen weniger - hier fielen die Exporte seit MÀrz um 9,5 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Dagegen nahmen die Ausfuhren in die Mitgliedstaaten der EuropÀischen Union (EU) im Vergleich zu MÀrz um 1 Prozent zu auf 79,1 Milliarden Euro. 

Die Folgen des Iran-Kriegs mit hohen Energiepreisen bremsen die Erholung der deutschen Wirtschaft. So verteuern die gestiegenen Ölpreise den Warentransport fĂŒr die Unternehmen. Zuletzt hatten etwa die Wirtschaftsweisen ihre Konjunkturprognose fĂŒr Deutschland gesenkt. Sie erwarten nun nur noch ein kleines Wachstum von 0,5 Prozent.

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