Liste, Streckenreaktivierungen

Liste mit möglichen Streckenreaktivierungen wird lÀnger

14.10.2024 - 12:23:43 | dpa.de

Über die Reaktivierung einst stillgelegter Bahnstrecken bekĂ€men viele Menschen in der FlĂ€che wieder Zugang zum Schienennetz. Die Liste der Trassen, die dafĂŒr infrage kĂ€men, wird immer lĂ€nger.

Die Hermann-Hesse-Bahn bei Calw ist ein jĂŒngeres Beispiel fĂŒr die Reaktivierung alter Bahntrassen. (Archivfoto) - Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Oft sind die stillgelegten Bahnstrecken nur wenige Kilometer lang - doch durch ihre Reaktivierung bekĂ€men vor Ort Tausende Menschen wieder Zugang zum Bundesschienennetz. Eine aktuelle Liste solcher einstigen Trassen, die fĂŒr eine Wiederinbetriebnahme infrage kĂ€men, haben der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und die Allianz pro Schiene (ApS) vorgelegt. Sie umfasst inzwischen mehr als 320 Strecken mit einer GesamtlĂ€nge von mehr als 5.400 Kilometern. 

Eine Reaktivierung dieser Trassen könnte die Wirtschaft auf regionaler Ebene erheblich stĂ€rken, sagte VDV-Fachmann Martin Henke. «Der Anschluss an das bundesweite Schienennetz ist ein Mittel gegen das AbgehĂ€ngtsein und damit ganz klar ein Politikum.» Rund 3,8 Millionen Menschen in knapp 380 StĂ€dten bekĂ€men durch die vorgeschlagenen Reaktivierungen wieder einen direkteren Zugang zum Bahnnetz, hieß es. 

VerbÀnde fordern mehr Tempo bei Reaktivierungen

Zu den Strecken, von denen besonders viele Menschen profitieren wĂŒrden, gehören demnach die Bottwartalbahn zwischen Heilbronn und Marbach in Baden-WĂŒrttemberg oder die Brexbach- beziehungsweise Holzbachtalbahn zwischen Engers-Siershahn-Selters-Altenkirchen in Rheinland-Pfalz. 

Die beiden VerbĂ€nde fordern deshalb deutlich mehr Tempo bei der Wiederinbetriebnahme. Im vergangenen Jahr wurde demnach kein einziger Kilometer reaktiviert, im laufenden Jahr sollen es immerhin rund 30 Kilometer werden. FĂŒr 2025 rechnet Henke bereits mit rund 200 Kilometern. 

Der Bund refinanziert bis zu 90 Prozent der Reaktivierungskosten ĂŒber das sogenannte Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Die dafĂŒr zur VerfĂŒgung stehenden Mittel wurden kĂŒrzlich auf rund zwei Milliarden Euro verdoppelt. Voraussetzung fĂŒr die UnterstĂŒtzung des Bundes ist unter anderem eine aufwendige Machbarkeitsstudie, die die Wirtschaftlichkeit der Reaktivierung belegen muss. DV und Allianz pro Schiene fordern indes eine weitere Aufstockung auf drei Milliarden Euro.

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