Ukraine trifft russisches Datenzentrum
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 09:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Unternehmen selbst teilte am Morgen laut russischen Medien lediglich mit, dass es einen "Vorfall" in einem Datenzentrum in Sassowo im Gebiet Rjasan gegeben habe. Teile der Infrastruktur seien betroffen. Die Arbeit dort sei eingestellt worden. Die Schäden würden beseitigt. Es gebe keine Verletzten, gab das mitunter auch als russisches Google bezeichnete Technologieunternehmen bekannt. Die Lage sei unter Kontrolle.
Die wichtigsten Yandex-Dienste funktionierten, teils könne es aber Probleme geben, hieß es. Vn einem ukrainischen Angriff war nicht die Rede in der Unternehmensmitteilung, nachdem es in der Region Drohnenalarm gegeben hatte. Medien in Kiew meldeten, dass bei dem Angriff Raketen oder Drohnen eingesetzt worden seien. Zuvor hatten Augenzeugen in sozialen Netzwerken von einem Brand in dem Datenzentrum berichtet.
Ukrainische Medien sprachen von einer für das russische Militär wichtigen Anlage auf dem Gelände eines Maschinenbauunternehmens. Auch Moskau hatte in der Ukraine immer wieder Datenzentren angegriffen.
Die Ukraine setzt bei ihren Gegenangriffen im russischen Angriffskrieg immer schnellere und schlagkräftigere Waffen ein. Am Dienstag traf Kiews Militär dabei im Schwarzen Meer vor der Küste Sotschis einen Öltanker, der in Flammen aufging. Auch Präsident Wladimir Putin sei über die Lage um die "Aframax Rio" informiert worden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstagmorgen der russischen Nachrichtenagentur Interfax.
"Mit der Beseitigung der Folgen ist alles gut", meinte Peskow. Russische Behörden hatten zuvor behauptet, dass es keine Öl-Verschmutzung im Meer gebe. Die ukrainischen Angriffe auf Anlagen der russischen Ölindustrie führen immer wieder zu massiven Umweltschäden. Kiew will mit den Attacken verhindern, dass Moskau seine Kriegsmaschinerie mit den Einnahmen aus dem Energieexport finanziert.
