Union und SPD einig: Mehr ZurĂŒckweisungen von Migranten
08.03.2025 - 16:07:38 | dpa.deDas teilte der CDU-Vorsitzende, Friedrich Merz, in Berlin mit. An den Landgrenzen sollen seinen Angaben zufolge kĂŒnftig auch Menschen zurĂŒckgewiesen werden, die ein Asylgesuch stellen - allerdings nur in Abstimmung mit den Nachbarstaaten.
Möglich sind ZurĂŒckweisungen grundsĂ€tzlich nur da, wo es stationĂ€re Grenzkontrollen gibt. Die hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zwar in den vergangenen Jahren sukzessive fĂŒr alle deutschen Landgrenzen angeordnet. Wer einen Asylantrag stellen will, darf aber in der Regel einreisen.
Im vergangenen Jahr wurden laut Bundesinnenministerium rund 80.000 unerlaubte Einreisen festgestellt, wobei es in etwa 47.000 FĂ€llen zu einer ZurĂŒckweisung kam, etwa wenn jemand gefĂ€lschte Dokumente vorlegte oder weil nach einer Abschiebung eine Einreisesperre ausgesprochen worden war.
Scharfe Aussage im Wahlkampf
Merz hatte im Wahlkampf gesagt, er wolle am ersten Tag einer Amtszeit als Bundeskanzler das Innenministerium mittels seiner Richtlinienkompetenz anweisen, "ausnahmslos alle Versuche der illegalen Einreise zurĂŒckzuweisen".
Die Zahl der Menschen, die in Deutschland einen Asylantrag stellen, war zuletzt gesunken. Im Januar und Februar nahm das Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge (Bamf) 26.674 ErstantrĂ€ge und 3.273 FolgeantrĂ€ge entgegen. Damit lag die Zahl der ErstantrĂ€ge zwischen Anfang Januar und Ende Februar um rund 43 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die meisten AntrĂ€ge stellten erneut Menschen aus Syrien.
Das Ziel der "Begrenzung" der Migration wollen CDU, CSU und SPD laut Merz wieder in das Aufenthaltsgesetz aufnehmen.
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