Merz-Treffen mit US-VizeprÀsident am Rande der MSC geplant
12.02.2025 - 13:43:45 | dpa.deDer CDU-Chef will dort etwa auch mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte, der EU-AuĂenbeauftragten Kaja Kallas, China AuĂenminister Wang Yi, DĂ€nemarks Regierungschefin Mette Frederiksen und Norwegens MinisterprĂ€sident Jonas Gahr StĂžre sprechen. Entsprechende Informationen des Nachrichtenportals "Politico" wurden der Deutschen Presse-Agentur in Berlin in Parteikreisen bestĂ€tigt.
Zu der von Freitag bis Sonntag dauernden Konferenz werden neben Vance auch der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sowie US-AuĂenminister Marco Rubio und der US-Sondergesandte Keith Kellogg erwartet. MSC-Leiter Christoph Heusgen hatte erklĂ€rt, er hoffe bei dem Treffen auf "Konturen" eines Friedensplans fĂŒr die Ukraine.
Wadephul: Verteidigungsbeitrag von drei Prozent realistisch
Unionsfraktionsvize Johann Wadephul (CDU), der ebenfalls zu einer Gruppe von Unionspolitikern gehört, die am Rande der MSC GesprĂ€che fĂŒhren wollen, sagte vor dem Hintergrund von US-Forderungen nach einer stĂ€rkeren Beteiligung Europas an der Finanzierung der Verteidigungskosten: "Wir werden unsere amerikanischen GesprĂ€chspartner darauf hinweisen, dass wir bereit sind, mehr zu tun." Er halte hier einen Beitrag in Höhe von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts fĂŒr realistisch. "Ich glaube, dass wir die drei Prozent in den Blick nehmen mĂŒssen. Ich glaube, dass das auch ein Eckpunkt ist, den wir in Koalitionsverhandlungen werden diskutieren mĂŒssen."
Der Verteidigungsexperte Wadephul fĂŒgte hinzu, man werde aber "auch unsere europĂ€ischen Partner mit in die Pflicht nehmen, dass sie es uns gleich tun". So sei es "natĂŒrlich auf Dauer nicht hinnehmbar, dass ein G7-Land wie Italien irgendwo zwischen 1,3 und 1,5 Prozent" des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bei den Verteidigungsausgaben liege. Deutschland kam zuletzt auf etwas mehr als zwei Prozent des BIP.
"Selbstbewusst" gegenĂŒber USA auftreten
Eine unionsgefĂŒhrte Bundesregierung werde "gerade in der aktuellen Situation, wo wir Initiativen und auch Forderungen, Standpunkte aus dem WeiĂen Haus hören, die unserem VerstĂ€ndnis einer auf internationalem Konsens und Recht basierenden Ordnung nicht immer mehr entsprechen, eine stĂ€rkere europĂ€ische Position einnehmen mĂŒssen", kĂŒndigte Wadephul an. "Ich denke, dass wir bei aller Aufgeschlossenheit und bei aller Betonung der Notwendigkeit der FortfĂŒhrung des transatlantischen BĂŒndnisses den Vereinigten Staaten von Amerika schon auch selbstbewusst sagen mĂŒssen, dass wir eigenstĂ€ndige europĂ€ische Positionen und Interessen haben", fĂŒgte er hinzu.
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